{"id":7654,"date":"2023-05-09T16:01:31","date_gmt":"2023-05-09T14:01:31","guid":{"rendered":"https:\/\/blog.andere-sichtweise.de\/?p=7654"},"modified":"2023-05-09T16:02:18","modified_gmt":"2023-05-09T14:02:18","slug":"und-es-bleibt-weiter-spannend-gerichtstermin-1","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.andere-sichtweise.de\/?p=7654","title":{"rendered":"Und es bleibt weiter spannend &#8230; Gerichtstermin 1"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-7615\" src=\"https:\/\/blog.andere-sichtweise.de\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/Tabbert-010-150x150.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"150\" border=\"1\" \/>Heute war dann der Gerichtstermin bez\u00fcglich unseres Wohnwagen-Fiaskos. Hier ging es prim\u00e4r gar nicht direkt um eine Verhandlung, sondern erst einmal um eine G\u00fcteverhandlung. Wie mir meine Rechtsanw\u00e4ltin erkl\u00e4rte, geht es dem Gericht im ersten Schritt einmal darum, eine au\u00dfergerichtliche Einigung zu finden. Hier kann man einen Vergleich finden, mit dem beide Seiten leben k\u00f6nnten. Nur, wenn dieser Vergleich nicht zustande kommt, kommt ihr zu einem sp\u00e4teren Zeitpunkt zu einer Gerichtsverhandlung.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Und somit war dann heute der erste Termin. Im Vorfeld habe ich bereits gesagt, dass ich auf Grund des Auftretens des Verk\u00e4ufers nicht glaube, dass es heute zu einer Einigung kommen wird, und ich hatte Recht.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<h5><span style=\"color: #3366ff;\">Punkt 1: Was mir aufgefallen ist<\/span><\/h5>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das Gericht hat hier ja explizit darauf bestanden, dass zu dem Termin die Gesch\u00e4ftsf\u00fchrerin und nicht der Verk\u00e4ufer anwesend sein muss und so war nicht der (vorsichtig formuliert) aufbrausende Verk\u00e4ufer anwesend, sondern seine Tochter. Ich finde das schon sehr spannend und das deutet sich f\u00fcr mich so, dass hier die Tochter vorgeschoben wird, da der Verk\u00e4ufer das Gesch\u00e4ft selber gar nicht f\u00fchren kann oder darf.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Richter hat nun den Sachverhalt so weit vorgelesen und dann gesagt, dass er hier einen Vergleich anstrebt. Wir haben direkt Bereitschaft dazu aufgezeigt und so fragte mich der Richter, was meine Einsch\u00e4tzung sei, was eine Instandsetzung kosten w\u00fcrde. Ich habe ihm einen Betrag genannt und anhand dessen hat er den Vergleichswert errechnet. Der H\u00e4ndler sollte uns also eine gute 4-stellige Summe bezahlen und der alte Wohnwagen w\u00e4re in unserem Besitz geblieben. Der Richter hat mehrfach darauf hingewiesen, dass das ein faires und gutes Angebot sei.<br \/>\nDie Gegenseite wollte hierauf aber im Grunde nicht eingehen.<\/p>\n<h5><span style=\"color: #3366ff;\">Punkt 2: Was mir weiter aufgefallen ist<\/span><\/h5>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Richter hat nach diversen Darstellungen der Sachverhalte gefragt, wann der H\u00e4ndler selbst denn den Wohnwagen erworben hat, aber hierzu konnte die Gesch\u00e4ftsf\u00fchrerin nichts sagen. Auch, wie lange der Wohnwagen im Besitz des H\u00e4ndlers war, konnte die Gesch\u00e4ftsf\u00fchrerin nicht sagen. Der Richter hat sie dann recht forsch darauf hingewiesen, dass sie als Gesch\u00e4ftsf\u00fchrerin doch wissen sollte, was in ihrem Gesch\u00e4ft passiert und dass sie sich auf den Termin h\u00e4tte vorbereiten m\u00fcssen. Das w\u00e4re ja genau der Grund gewesen, warum sie und nicht der Verk\u00e4ufer eingeladen wurde, denn sie haftet ja schlie\u00dflich als Gesch\u00e4ftsf\u00fchrerin.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Richter hat dann beiden Seiten Zeit gegeben, um \u00fcber den Vergleich nachzudenken und nach der Verhandlungspause hat er noch einmal darauf hingewiesen, dass das mehr als fair sei und dass es wirtschaftlich gesehen sicherlich der richtige Weg sei.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Gegenseite hat dann aber abgesagt und war zu einem Vergleich nicht bereit. Der Richter hat dann mehrfach auf die Gegenseite eingeredet und hat ihnen klar gemacht, dass das wirtschaftlich unsinnig sei, denn man m\u00fcsste dann nun einen Sachverst\u00e4ndigen beauftragen, der ja auch Geld kostet und es gibt hier im Grunde nur drei m\u00f6gliche Optionen:<\/p>\n<ol>\n<li><strong>Der Sachverst\u00e4ndige stellt fest, dass der Schaden durch uns verursacht wurde.<\/strong><br \/>\nDies w\u00e4re f\u00fcr den H\u00e4ndler nat\u00fcrlich der beste Fall, denn so w\u00e4ren sie raus aus der Nummer.<\/li>\n<li><strong>Der Sachverst\u00e4ndige stellt fest, dass der Schaden bereits beim Kauf bestanden hat und somit haftet der H\u00e4ndler voll.<\/strong><br \/>\nDumm gelaufen &#8230; so m\u00fcsste der H\u00e4ndler statt der 4-stellige Summe alle Kosten tragen, was in Summe circa bei 26.000,- Euro landen wird.<\/li>\n<li><strong>Der Sachverst\u00e4ndige erkl\u00e4rt, dass es sich nicht zweifelsfrei feststellen l\u00e4sst, dass der Schaden durch einen Bedienfehler entstanden ist.<\/strong><br \/>\nAuch dumm gelaufen, denn dann haftet der H\u00e4ndler auch voll und somit w\u00e4ren auch hier circa 26.000,- Euro f\u00e4llig.<\/li>\n<\/ol>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Richter hat die Gegenseite mehrfach darauf hingewiesen, dass das Risiko komplett bei ihnen liegt und dass sie sich das sehr gut \u00fcberlegen sollten. Wirtschaftlich w\u00fcrde er auf jeden Fall den Vergleich vorschlagen, denn alles andere w\u00fcrde keinen Sinn machen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Gegenseite hat dann wieder einmal den Verk\u00e4ufer als Zeugen benannt und auch den damaligen T\u00dcV-Pr\u00fcfer, aber der Richter hat hier klar gesagt, dass die beiden nichts zur Sache tun. Es w\u00fcrde nun einen Sachverst\u00e4ndigen geben und was der findet, das gilt.<br \/>\nAbschlie\u00dfend bevor der Richter seine Notizen ins Diktierger\u00e4t eingesprochen hat, hat er sich noch einmal an die Gegenseite gewendet und gefragt:<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\"><span style=\"color: #339966;\"><em>&#8222;Sie sind die Gesch\u00e4ftsf\u00fchrerin und sie sind hier in der Haftung. Ich frage sie nun zum letzten Mal, ob sie wirklich keinen Vergleich wollen, denn es wird sp\u00e4ter nicht rumgeheult, wenn sie 26.000,- Euro zahlen m\u00fcssen.&#8220;<\/em><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">=:-))) Sehr sch\u00f6n! Also ich denke, auch der Richter hat den Eindruck, dass wir das gewinnen werden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Es bleibt also spannend und es wird sich weiter zeitlich ziehen =:-(<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Meine Anw\u00e4ltin hat dann abschlie\u00dfend noch einmal darauf hingewiesen, dass wir nat\u00fcrlich auch weiter verhandlungsbereit sind und sollte die Gegenseite es sich im Laufe der Woche doch noch anders \u00fcberlegen, so w\u00e4ren wir sicherlich gespr\u00e4chsbereit.<\/p>\n<h5><span style=\"color: #3366ff;\">Mein Einsch\u00e4tzung:<\/span><\/h5>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ich kann nat\u00fcrlich nicht sagen, was der Sachverst\u00e4ndige rausfindet, aber ich bin mir mehr und mehr keiner Schuld bewusst. Wenn der Radlagerschaden tats\u00e4chlich durch eine angezogene Bremse entstanden sein sollte, dann m\u00f6chte ich wissen, warum diese eventuell ausgel\u00f6st wurde. Weiterhin gehe ich nicht davon aus, dass die Gegenseite sich im Laufe der Woche bei uns melden wird. Daf\u00fcr ist der Verk\u00e4ufer ganz einfach viel zu krank im Kopf und er ist nicht in der Lage einen Fehler einzugestehen oder einen wirtschaftlichen Schaden f\u00fcr sich zeitig abzuwenden.<\/p>\n<p><strong>Ich hoffe also weiter auf einen guten Verlauf!<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Heute war dann der Gerichtstermin bez\u00fcglich unseres Wohnwagen-Fiaskos. Hier ging es prim\u00e4r gar nicht direkt um eine Verhandlung, sondern erst einmal um eine G\u00fcteverhandlung. Wie mir meine Rechtsanw\u00e4ltin erkl\u00e4rte, geht es dem Gericht im ersten Schritt einmal darum, eine au\u00dfergerichtliche Einigung zu finden. 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