{"id":7719,"date":"2024-09-25T09:20:01","date_gmt":"2024-09-25T07:20:01","guid":{"rendered":"https:\/\/blog.andere-sichtweise.de\/?p=7719"},"modified":"2024-09-25T09:20:01","modified_gmt":"2024-09-25T07:20:01","slug":"foodsharing-mein-persoenliches-resuemee","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.andere-sichtweise.de\/?p=7719","title":{"rendered":"FoodSharing &#8211; mein pers\u00f6nliches Res\u00fcmee"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-7720\" src=\"https:\/\/blog.andere-sichtweise.de\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/FS.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"150\" \/>Seit nunmehr rund einem Jahr mache ich bei FoodSharing mit und ich habe mir gedacht, dass ich einfach mal meine Erfahrungen dazu zusammen schreibe und mir vielleicht auch den einen oder anderen Gedanken dazu mache. Hier wird es rein um meine pers\u00f6nlichen Erfahrungen und meine pers\u00f6nliche Meinung gehen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Hier also mein rein pers\u00f6nliches Res\u00fcmee des vergangenen Jahres und wie es mir mit FoodSharing so ergangen ist, was ich so erlebt habe und welche Gef\u00fchle da bei mir aufkommen. Ich habe (Stand heute) 64 mal Lebensmittel gerettet und gesch\u00e4tzt 1.618 kg Lebensmittel vor dem M\u00fcll bewahrt. Zus\u00e4tzlich bin ich Betriebsverantwortlicher, also Ansprechpartner f\u00fcr kooperierende Betriebe, und ich biete Einf\u00fchrungsabholungen an, um weitere FoodSharer an den Start zu bringen.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<h4>FoodSharing &#8211; Die Idee<\/h4>\n<p style=\"text-align: justify;\">Was ist eigentlich FoodSharing? &#8222;Gemeinsam f\u00fcr mehr Lebensmittelwertsch\u00e4tzung &#8230; gemeinschaftlich, nachhaltig &amp; wertsch\u00e4tzend &#8222;. FoodSharing ist eine umwelt- und bildungspolitische Bewegung, die es mittlerweile seit 12 Jahren gibt und die sich nach und nach zu einer internationalen Bewegung mit \u00fcber 500.000 Nutzern in Deutschland, \u00d6sterreich, der Schweiz und weiteren europ\u00e4ischen L\u00e4ndern entwickelt hat. Der prim\u00e4re Gedanke bei FoodSharing ist es, sich gegen den achtlosen Umgang mit Ressourcen und f\u00fcr ein nachhaltiges Ern\u00e4hrungssystem einzusetzen. Um dies zu erreichen, wird man vor Ort aktiv und rettet Lebensmittel in privaten Haushalten sowie von Betrieben, die ansonsten im M\u00fcll landen w\u00fcrden. Zus\u00e4tzlich steht FoodSharing im Dialog mit der Politik und nimmt an Diskussionen zur Lebensmittelverschwendung teil, um auch in der breiten \u00d6ffentlichkeit ein Bewusstsein zu schaffen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Wichtig hierbei!<\/strong> Es stehen die Punkte Lebensmittelverschwendung und Nachhaltigkeit im Vordergrund und nicht prim\u00e4r der soziale Gedanke. Als FoodSaver rettet man Lebensmittel vor dem M\u00fcll (kein Containern) und verteilt diese weiter bzw. nutzt sie selbst. Nicht jedes Lebensmittel, das im M\u00fcll landen w\u00fcrde, ist auch M\u00fcll. Beim Verteilen schauen nat\u00fcrlich viele FoodSaver auch auf Bed\u00fcrftigkeit, aber dies ist nur ein Nebeneffekt. Gerettete Lebensmittel kann tats\u00e4chlich jeder bekommen und man muss keine Bed\u00fcrftigkeit nachweisen. Es geht darum, die Ressourcen sinnvoll zu nutzen. Als Beispiel kann man hier das Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD) betrachten. MHDs bedeuten nicht, dass ein Lebensmittel ab diesem Datum t\u00f6dlich ist und der einfache gesunde Menschenverstand sollte hier immer aktiv sein. Weiterhin werden bei Lebensmittelproduzenten und Superm\u00e4rkten leider auch oft Lebensmittel aussortiert, die einfach nicht mehr ansehnlich sind. Ist ein Karton heruntergefallen und ist einged\u00f6tscht, so kann dieser nur noch schwer verkauft werden und landet somit auf dem M\u00fcll. Genau diese Lebensmittel rettet FoodSharing und verteilt sie weiter.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ein weiterer Punkt, der bei FoodSharing extrem wichtig ist &#8211; <span style=\"text-decoration: underline;\">es flie\u00dft kein Geld<\/span>! Also weder die Abholer m\u00fcssen etwas bezahlen, noch m\u00fcssen die Empf\u00e4nger der Rettung etwas bezahlen. Es geht ja hier um den sinnvollen Umgang mit den Ressourcen und somit d\u00fcrfen wir FoodSharer kein Geld annehmen. Wenn denn jemand etwas bezahlen m\u00f6chte, dann verweisen wir immer auf M\u00f6glichkeiten der Spende &#8230; entweder eine Spende an die FoodSharing-Organisation, die Tafel oder andere soziale Verb\u00e4nde.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Und ein letzter Punkt, der sich aus dem vorherigen ableitet, FoodSharing ist ein reines Ehrenamt. Den Zeit- und Arbeitsaufwand, den man als FoodSharer betreibt, ist rein ehrenamtlich.<\/p>\n<h4>Gro\u00dfabholungen<\/h4>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-7724 size-full\" src=\"https:\/\/blog.andere-sichtweise.de\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/FS2.jpg\" alt=\"\" width=\"175\" height=\"172\" \/><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Es ist in der Tat unfassbar, wie viele Lebensmittel im M\u00fcll landen w\u00fcrden und ich habe mir vor FoodSharing \u00fcberhaupt keine Gedanken machen k\u00f6nnen, wie viele Lebensmittel es wirklich sind. Nat\u00fcrlich hat es mich privat schon immer gest\u00f6rt, wenn ich etwas im K\u00fchlschrank vergessen habe und es dann wegschmei\u00dfen musste, weil es schlecht war oder dass man Lebensmittel gekauft hat, die dann doch nicht verwendet wurde und auf dem M\u00fcll gelandet sind, aber wie es in der produzierenden und vertreibenden Wirtschaft aussieht, davon hatte ich keine Idee. Jetzt hole ich ja Lebensmittel ab und rette diese vor dem M\u00fcll und mal abgesehen von den &#8222;kleineren L\u00e4den&#8220; wie B\u00e4ckereien, bin ich regelrecht erschlagen worden von der Menge in Gro\u00dfbetrieben. In meiner Liste der Betriebe, in denen ich Lebensmittel rette, sind auch zwei wirkliche Gro\u00dfbetriebe und ich m\u00f6chte euch mal einen Eindruck vermitteln, von einem dieser Betriebe. Dieser Betrieb ist ein Gem\u00fcse- und Obstgro\u00dfh\u00e4ndler. Dieser H\u00e4ndler beliefert diverse Supermarktketten und hier scheint die folgende Praxis anwendung zu finden: der Ank\u00e4ufer der Supermarktkette schaut sich die Lebensmittel an und sollte ein wenig von dem Obst\/Gem\u00fcse schlecht sein, so bleibt die gesamte Palette stehen und wandert auf den M\u00fcll. Ist also eine Banane je Karton verschimmelt, so wird der gesamte Karton entsorgt. Hier wurde ich von der Masse tats\u00e4chlich erschlagen! Wir als FoodSharer sortieren also die schlechten Lebensmittel aus und retten die noch guten Lebensmittel. Leider ist der Zeitaufwand hier sehr gro\u00df und somit konnten wir in diesem Betrieb noch nicht so oft retten, denn ich muss da jedesmal einen Tag Urlaub f\u00fcr nehmen, aber wenn wir dort gerettet haben, so hatten wir immer das gro\u00dfe Auto komplett voll und auch unser Anh\u00e4nger war komplett voll beladen. Es ist ganz einfach unfassbar und nicht zu greifen, wenn man es nicht einmal selbst erlebt hat. In den Bildern sieht man mal, wovon ich hier eigentlich schreibe.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-7725 size-full alignright\" src=\"https:\/\/blog.andere-sichtweise.de\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/FS3.jpg\" alt=\"\" width=\"175\" height=\"115\" \/><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Diese Gro\u00dfabholungen sind eigentlich nicht die Regel und kleinere Betrieb werden eigentlich wesentlich \u00f6fters &#8222;berettet&#8220;, aber es ist wirklich der Wahnsinn. Gerade hier in der region gibt es durchaus den einen oder anderen Gro\u00dfbetrieb bei dem viele Lebensmittel ganz einfach im M\u00fcll landen und daher ist es umso besser, dass wir auch hier retten d\u00fcrfen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Verwunderlich finde ich hier, und das betrifft sowohl die Gro\u00dfbetriebe, als auch die kleinen Betriebe, dass man den Namen oftmals nicht nennen darf. Ich als FoodSharer darf also nicht sagen, wo ich diese Lebensmittel gerettet habe. Warum? Eigentlich ist das doch eine sehr gute Sache und meiner Meinung nach, ist das doch auch ein Zeichen, dass der Betrieb umweltbewusst agiert. Klar, es gibt auch Betriebe, die kein Problem damit haben, dass wir sagen das wir bei ihnen gerettet haben und ich habe hier tats\u00e4chlich auch schon erfahren, dass das auch Werbung f\u00fcr diesen Betrieb sein kann. Jemand dem wir gerettete Lebensmittel gegeben haben sagte letztens zu mir: &#8222;<em>Also seit ich wei\u00df, wo die Semmeln herkommen, kaufe ich da auch privat ein! Eigentlich mag ich ja t\u00fcrkische B\u00e4ckereien nicht, aber diese Semmeln und die Brote sind so gut, dass ich da jetzt auch privat kaufe.<\/em>&#8222;<\/p>\n<h4>\nBildung<\/h4>\n<p style=\"text-align: justify;\">Mir ist es in der Tat nicht nur das reine Abholen wichtig, sondern es geht mir hier auch um einen quasi &#8222;Bildungsauftrag&#8220;. Durch mein Engagement versuche ich, das Bewusstsein der Menschen ein wenig zu sch\u00e4rfen. Viele Menschen, denen wir gerettete Lebensmittel geben, sind nicht nur dankbar, sondern haben selber ja \u00fcberhaupt keine Vorstellung davon, wie viele Lebensmittel im M\u00fcll landen. Hier findet tats\u00e4chlich unter anderem durch unseren Einsatz ein Umdenken statt und die Leute gehen bewusster mit Lebensmitteln um. Das f\u00e4ngt bereits beim Einkaufen an und zieht sich durch, indem man schaut, was man wirklich wegwerfen muss. Und gerade bei den Kindern versuche ich das zu vermitteln, denn durch unsere \u00dcberflussgesellschaft hat sich hier etwas in den K\u00f6pfen eingenistet, was meiner Meinung nach nicht gut ist.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Es ist vielleicht nur ein kleiner Tropfen, aber wie sagt man so sch\u00f6n &#8211; &#8222;steter Tropfen h\u00f6hlt den Stein!&#8220;<\/p>\n<h4>Neid<\/h4>\n<p style=\"text-align: justify;\">Kommen wir mal auf einen negativen Punkt zu sprechen, der mir bei FoodSharing aufgefallen ist. Eine der Devisen bei FoodSharing ist <strong>FAIR<\/strong>!<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wir sollen bei den Abholungen untereinander fair sein und jeder FoodSharer hat die gleichen Rechte etwas mitzunehmen und auch bei der Weitergabe soll jeder einen mehr oder minder gleichen Teil bekommen. Wir wollen fair miteinander umgehen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wir haben sogenannte Fairteiler, in denen wir gerettete Lebensmittel hinterlegen und bei denen sich jeder fair bedienen darf. Leider zeigt sich hier oft der Neid der Menschheit. Es gibt tats\u00e4chlich Menschen, die diese Fairteiler komplett leer r\u00e4umen. Man deponiert dort zwanzig Tafeln Schokolade und statt nur eine Tafel mitzunehmen, werden komplett alle zwanzig Tafeln eingesteckt. Ich denke hier auch oft, dass manch ein Mensch so auch Geld machen wird, was nicht nur dem Gedanken von FoodSharing widerspricht, sondern was ausdr\u00fccklich verboten ist; mal ganz davon abgesehen, dass mich das pers\u00f6nlich extrem \u00e4rgert, da mein ehrenamtlicher Einsatz missbraucht wird.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Leider ist dieser Neid aber nicht nur bei den Menschen vertreten, die gerettete Lebensmittel von uns bekommen, sondern es gibt leider auch sehr h\u00e4ufig Neid unter den eigentlichen FoodSharern. Oftmals rettet man in einem Betrieb nicht alleine, sondern man f\u00e4hrt mit mehreren Rettern zum Betrieb, da die Massen sonst nicht zu retten sind. Hier gibt es tats\u00e4chlich FoodSharer, die nur auf ihren Vorteil bedacht sind und die einem das Schwarze unterm Nagel nicht g\u00f6nnen. Ich finde das wirklich extrem traurig und ich bin eigentlich bei jeder Rettung tiefenentspannt. Wenn mir z. B. jemand sagt &#8222;<em>ohh&#8230; darf ich den Mohnstrudel haben? Den liebt mein Vater.<\/em>&#8220; oder auch &#8222;<em>Cool, diese Gro\u00dfpackung Lasagneplatten w\u00e4re perfekt f\u00fcr die Bahnhofsmission<\/em>&#8220; , dann ist das f\u00fcr mich \u00fcberhaupt kein Problem. Nat\u00fcrlich gebe ich den Strudel oder die Lasagneplatten gerne ab. Es gibt aber tats\u00e4chlich FoodSharer, die sagen &#8222;<em>Nein, ich will, dass das geteilt wird!<\/em>&#8222;. Wie gierig kann man eigentlich sein?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Gleiches passiert auch bei den sogenannten &#8222;Rosinenbetrieben&#8220;, also bei Betrieben, wo es immer spezielle oder besonders gute Sachen zu retten gibt. Beispiele f\u00fcr Rosinenbetriebe sind Gro\u00dfh\u00e4ndler, die haupts\u00e4chlich S\u00fc\u00dfigkeiten vertreiben oder Gro\u00dfh\u00e4ndler, die eine gro\u00dfe Palette an gemischten Markenartikel weiterverkaufen. Um uns FoodSharer zu organisieren, l\u00e4uft alles \u00fcber eine Internetplattform, bei der man sich auf einen sogenannten Slot eintr\u00e4gt. Die Idee hierbei ist es, dass nicht zu viele FoodSharer gleichzeitig bei einem Betrieb aufschlagen. I.d.R. sind einige Slots f\u00fcr eine Abholung geschaltet (z. B. 4) und somit k\u00f6nnen da vier FoodSharer abholen. Hier gibt es tats\u00e4chlich einen regelrechten Kampf, wer einen Slot bei diesen Rosinenbetrieben bekommt. Der Neid unter den FoodSharer ist in der tat gro\u00df und man g\u00f6nnt oftmals den anderen nicht, wenn sie einen Slot ergattert haben.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ich denke in der Tat, dass Neid eines der gr\u00f6\u00dften Probleme ist und das nicht nur im Hinblick auf FoodSharing, sondern allgemein bei unserer Menschheit. Einfach traurig!<\/p>\n<h4>Soziales Engagement<\/h4>\n<p style=\"text-align: justify;\">Unsere geretteten Lebensmittel k\u00f6nnen wir FoodSharer ja verteilen, an wen wir m\u00f6gen und ich pers\u00f6nlich w\u00fcrde mir hier tats\u00e4chlich etwas mehr soziales Engagement w\u00fcnschen. Dieses Thema ist jedoch sehr schwierig! Ich pers\u00f6nlich gebe tats\u00e4chlich viel an Menschen ab, die nicht so viel haben, aber ich kann hier nicht rein darauf achten, ob jemand bed\u00fcrftig ist oder nicht. Das ist absolut meine pers\u00f6nliche Einsch\u00e4tzung und nat\u00fcrlich bekommen auch Nachbarn und Freunde von den geretteten Lebensmitteln. In unserem Plenum (monatliches Treffen) wurde dieser Punkt auch oft besprochen, aber die Schwierigkeit hier liegt darin, dass man ggf. eine Erwartungshaltung generiert. Als FoodSharer k\u00f6nnen wir nie einsch\u00e4tzen, was und ob wir Lebensmittel retten k\u00f6nnen. Es kann durchaus vorkommen, dass ein Betrieb \u00fcberhaupt keine \u00fcberproduzierte Ware hat, was ja genau dem Sinn von FoodSharing entspricht. Sollte man nun aber einer sozialen Einrichtung gesagt haben, dass man Lebensmittel bringt, dann ist das schwierig.<\/p>\n<h4>Geld sparen<\/h4>\n<p style=\"text-align: justify;\">Jo, nat\u00fcrlich ist das ein enorm wichtiger Punkt bei FoodSharing. Prim\u00e4r geht es zwar darum, einen sinnvollen Umgang mit Lebensmitteln zu erreichen, aber wenn ich mir mal anschaue, was wir an Geld sparen, seitdem wir Lebensmittel retten, dann ist das schon wirklich der Wahnsinn. Also f\u00fcr mich\/uns ist FoodSharing definitiv eine Win-Win-Situation!<\/p>\n<h4>Die Tafel<\/h4>\n<p style=\"text-align: justify;\">Und noch einmal ein kritischer Gedanke. <span style=\"color: #ff0000;\"><strong>ACHTUNG!<\/strong><\/span> Das ist rein meine pers\u00f6nliche Wahrnehmung und sie ist nat\u00fcrlich sehr regional zu betrachten, aber was ich hier von der Tafel gesehen habe, ist in der Tat sehr bedauerlich. Es gibt viele Betriebe, wo nicht nur wir FoodSharer Lebensmittel retten, sondern wo auch die Tafel Abholungen durchf\u00fchrt. Die Tafel hat in den Betrieben <span style=\"text-decoration: underline;\">immer<\/span> Vorrang und sie darf daher immer vor uns abholen. Wir FoodSharer finden es ja durchaus sinnvoller, wenn Lebensmittel gerettet und an Bed\u00fcrftige weitergegeben werden und wir kommen nur dann auf den Plan, wenn noch weitere Lebensmittel \u00fcbrig sind. Und hier liegt auch schon der Knackpunkt. Ich sehe hier leider immer wieder, wie extrem w\u00e4hlerisch die Tafel ist. Da sind Lebensmittel, die gut aussehen und noch nicht das MHD erreicht haben, aber die Tafel nimmt sie nicht mit, da sie sagt &#8222;<em>n\u00f6, das will bei uns keiner<\/em>&#8222;. Oftmals tritt das auch auf, wenn nur die Umverpackung besch\u00e4digt ist. Ich finde es dann immer sehr bedauerlich, wenn wir FoodSharer angesprochen werden, ob es nicht besser sei, wenn man die Lebensmittel an die Tafel geben w\u00fcrde. Tja, leider will die Tafel viele Sachen nicht, das wei\u00df halt nur niemand. Meiner Meinung nach ist die Tafel hier ganz einfach viel zu w\u00e4hlerisch und so gibt es tats\u00e4chlich selbst bei Bed\u00fcrftigen den Gedanken im Kopf, dass alles sch\u00f6n und h\u00fcbsch aussehen muss.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ein weiteres Problem in meinen Augen mit der Tafel ist, dass sie teilweise zu wenig Einsatz zeigen. Nat\u00fcrlich ist das Retten zeitintensiv und aufwendig und so holt die tafel nur bei Gro\u00dfbetrieben ab. Schauen wir z. B. mal auf kleinere B\u00e4ckerei, so scheint der Aufwand f\u00fcr die tafel zu gro\u00df zu sein und daher holen sie dort nicht ab.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Also das vorherige gute Bild, das ich eigentlich von der Tafel hatte, kann ich so nur noch bedingt beibehalten.<\/p>\n<h4>Mein momentanes Fazit<\/h4>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ich habe FoodSharing etwas runtergefahren, da der Aufwand doch enorm ist und ich ein echtes Problem mit dem Neid habe. Die Idee ansich finde ich immer noch gut und wichtig, aber die Umsetzung ist holprig, da nicht alle den Gedanken verstanden haben. Meine Grundprinzipien bei FoodSharing sind:<\/p>\n<ol>\n<li>Sei immer fair und g\u00f6nne anderen etwas. Man kann sich immer einigen und egal was ich rette, ist ein Gewinn f\u00fcr mich und somit verliere ich auch nichts, wenn ich mal etwas abgebe.<\/li>\n<li>Trage den Gedanken\/die Idee weiter. Nur wenn man dr\u00fcber spricht, kann man vielleicht etwas bewegen.<\/li>\n<li>Engagiere dich weiter, aber achte auf dich. Abholungen, die teilweise 8 Stunden dauern sind ganz einfach zu zeitintensiv, aber man kann sich ja auch im Plenum engagieren.<\/li>\n<\/ol>\n<p style=\"text-align: justify;\">Schauen wir mal, was die Zukunft bringt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Seit nunmehr rund einem Jahr mache ich bei FoodSharing mit und ich habe mir gedacht, dass ich einfach mal meine Erfahrungen dazu zusammen schreibe und mir vielleicht auch den einen oder anderen Gedanken dazu mache. Hier wird es rein um meine pers\u00f6nlichen Erfahrungen und meine pers\u00f6nliche Meinung gehen. 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