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Die Zeiten ändern sich

2. Januar 2011 Kommentare

Vor einigen Tagen habe ich einen (wie ich finde) sehr interessanten Artikel gelesen in dem beschrieben wurde, wie sich unsere Zeit ändert und was gerade dabei ist auszusterben. Ich finde es schon sehr spannend, wie einige Sachen da betrachtet wurden und auch ich habe da natürlich meine Meinung zu und die möchte ich hier mal kurz kundtun.

Handschriftlicher Brief

1. Handschriftliche Briefe

Im Zeiten des Internets sterben immer mehr die handschriftlichen Briefe aus. Um ehrlich zu sein, war ich eigentlich nie so der Fan von handschriftlichen Briefen, einzig als man noch Liebesbriefe geschrieben hat, habe ich das mal ab und an gemacht. Laut Artikel würden aber heutzutage die Leute auch ihre Liebesbekundungen via SMS oder eMail schreiben und die einzige Post die man heutzutage noch bekommt sind fast nur noch Rechnungen und Werbebroschüren (oder physical spam; wie ich immer sage). Also auch wenn ich nicht unbedingt der Fan von handschriftlichen Briefen bin, so finde ich es schon arg gewöhnungsbedürftig, dass auch Liebesbriefe nur noch als SMS kommen.

Postkarte

2. Postkarten

Laut Onlinekosten schreiben immer weniger Menschen  Postkarten aus dem Urlaub. Im Zeitalter des Internets und in Zeiten von Facebook teilen immer mehr Menschen via Facebook und Twitter mit, was sie gerade machen und da werden Postkarten mehr und mehr unnötig. Auch ich habe schon vor lange Zeit aufgehört Postkarten zu schreiben. Man schreibt ja so oder so immer das selbe auf diese Karten, aber eine Karte schicken wir eigentlich immer aus dem Urlaub. Das ganze ist im Grunde ein Spiel mit Freunden, das wir haben und unsere Karten sind immer außergewöhnlich. Wir haben mal einen Stein aus Italien bekommen und unsere letzte Karte war eine beschriebene Mütze die auch noch mit Sand aus Teneriffa gefüllt war. So etwas kann man einfach nicht via Facebook oder Twitter machen. Außerdem muss ich sagen, dass ich gänzlich auf’s Surfen im Ausland verzichte so lange die GlobalRoaming-Preise noch so hoch sind.

Papierfotos

3. Papierfotos

Immer mehr Menschen haben ihre Urlaubsfotos oder ihre Schnappschüsse nur noch auf der Festplatte liegen oder wenn es hoch kommt maximal auf eine DVD gebrannt. Auch das kann ich bedingt nachvollziehen. Ich habe zwar schon eine Ewigkeit kein Foto mehr entwickeln lassen, aber dennoch habe ich es gerne etwas in der Hand zu halten, wenn ich mir Urlaubsbilder anschaue. Ich persönlich habe für mich die Alternative Fotobuch entdeckt. Ich stelle mir mein Buch zusammen und lasse es dann drucken. Also für mich ist das irgendwie ein Zwischending zwischen Papierfoto und nur digital gespeicherten Foto.

Wörterbuch

4. Wörterbücher und Lexika

Haben das denn wirklich noch viele Menschen daheim? Ich habe zwar diverse Duden daheim, aber ein Lexikon habe ich im Grunde nie besessen. Und hier muss ich gestehen, dass ich sehr häufig Wikipedia benutze. Es ist mir zwar bewusst, das hier ein gewisses Risiko liegt, denn nicht alle Artikel sind ja geprüft, aber dennoch ziehe ich mir sehr viele Informationen aus dem Netz.

5. Compact Disc

In Zeiten von iTunes und MP3 werden immer weniger CDs verkauft. Kann ich auch verstehen. Angefangen hat es ja, dass nach und nach die Schallplatte durch die CD verdrängt wurde und heutzutage hat man seine Sammlung ja lieber digital vorliegen. Also beim letzten Umzug habe ich mich hingesetzt und habe alle meine CDs digitalisiert und sie auf meinen Server gezogen. Dank der Squeezebox kann ich nun ganz einfach und fein meine Musik im Wohnzimmer hören.

6. Festnetztelefon

Immer mehr Menschen schaffen ihr Festnetztelefon ab, weil sie es neben dem Mobiltelefon zu teuer finden oder sowieso kaum daheim sind. Den Punkt mit den Kosten kann ich ja durchaus nachvollziehen, aber nur noch mit dem Handy zu telefonieren kann ich mir irgendwie nicht vorstellen. Ok, das liegt vielleicht auch daran, dass ich ja hin und wieder Homeoffice mache und glücklicherweise an mein Festnetztelefon auch ein ordentliches (Stereo) Headset anschließen kann und da hätte ich auch das eine oder andere Problem mit dem Handy. Außerdem befindet sich mein Büro hier daheim im Keller und da ist es mit dem Empfang nicht so gut gestellt, also wäre für mich kein Festnetztelefon überhaupt nicht möglich.

7. Wecker

Wo früher der Wecker stand, liegt heutzutage das Handy mit Weckfunktion. Hmmm… also mich würde es nerven, wenn mein Handy auf dem Nachttisch liegen würde. Die Weckfunktion ist zwar etwas feines, aber dann könnte ja potentiell auch jeder Zeit das Handy schellen. Nee, das will ich nun wirklich nicht.

Einzige Ausnahme hierbei ist, wenn ich im Urlaub bin. Da greife ich gerne auf das Handy zurück, denn dann muss ich ja nicht noch ein zusätzliches Teil mitnehmen.

Und nun kommen wir zu zwei sehr interessanten Punkten…

8. Diskussionen

Früher gab es ausgiebige Diskussionen unter Freunden. Wie hieß nochmal der Laden in Paris mit den tollen Cocktails? Wann hat Abba nochmal den GrandPrix gewonnen? Heute wird jedes aufkommende Gespräch weggegoogelt. Irgendjemand ist immer da, der sein Handy zückt und im Internet nachschaut. Hups… da bin ich wohl erwischt worden :rolleyes_ee:. Seit dem ich im Besitz des Wildfires bin, muss ich gestehen, dass ich auch die Internetfunktion nutze. Aber würgt man damit eine Diskussion wirklich ab? Ich denke: Nein. Die Art der Diskussionen ändert sich nur.

9. Echte Freunde

Da das geschriebene hier aus dem Artikel sehr interessant ist, zitiere ich hier mal kurz den Text auszugseise aus dem Beitrag wie er auch unter Onlinekosten.de zu finden ist:

Das Wort „Freund“ hat im Zeitalter sozialer Netzwerke eine schwächere Bedeutung bekommen. Freundschaft ist…, wenn man Kontakt miteinander aufnimmt. Ich klicke dich an, du klickst mich an. Kann man mehr als 150 Bekannte haben?

Also ich persönlich verwende schon seit jeher den Begriff „Freund“ sehr bedacht. Ich spreche eigentlich immer von Kollegen oder Bekannten und nur sehr wenige Leute würde ich als Freunde bezeichnen. Daher widerstrebt mir auch ein wenig zu behaupten das ich bei Facebook Freunde haben.

Fazit:

Die Welt ändert sich und ich denke, dass das ein ganz normale Sache ist. Die Frage ist nur, in wie weit man die Veränderungen nachvollziehen kann oder auch nicht.

  1. 3. Januar 2011, 11:36 | #1

    Gefällt mir Dein Text – hat mich glatt auch zu einem Text inspiriert…

  1. 3. Januar 2011, 11:35 | #1
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