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Der eigene Anspruch

21. August 2017 Kommentare

Mein AnspruchEs ist unbestritten …. ich habe einen recht hohen Anspruch an mich selbst und an meine Arbeiten und leider weiß ich auch, dass das nicht immer gut ist und das mir das des öfteren im Weg steht bzw mich blockieren kann. Einen gewissen Anspruch hat sicherlich jeder an sich, aber man muss halt ein Auge darauf haben, dass das nicht zu weit geht.

Noch schlimmer finde ich es jedoch selber, wenn ich dann auch noch dummerweise diesen Anspruch an mich selber auf andere projiziere. Auf der Arbeit, im privaten Umfeld oder auch nur so … Das geht noch weniger gut und ich könnte mir stundenlang mit der flachen Hand gegen die eigene Stirn kloppen und sagen „…das kann doch nicht wahr sein … das kann doch einfach nicht wahr sein …

Schauen wir uns das mal im Detail an …. wenn ich eine Aufgabe mache, dann möchte ich die immer möglichst gut abschließen und das bedeutet halt auch, dass ich mich nicht mit 0815 zufrieden gebe und auch nicht zufrieden geben will. Ich möchte meine Aufgaben „in-time“ erledigen und wenn ich von anderen etwas benötige, dann fordere ich das halt auch ein. Sollte es hier keinen erkennbaren Fortschritt geben, dann hake ich da halt so lange nach bis ich das entsprechende und erwartete Ergebnisse erhalte. Nun ist es leider so, dass das nicht alle so sehen und genau das macht es unglaublich anstrengend für mich selber.

Ihr sagt jetzt eventuell, dass das mein Problem ist und ein Problem meiner Einstellung und leider habt ihr da in der Tat Recht… nur abstellen kann ich das nicht wirklich.

Noch schlimmer ist es, wenn ich eine Aufgabe nur „delegieren“ muss und es passiert einfach nichts. Da könnte ich ausrasten! 👿  Ich frage mich dann immer, wie um alles in der Welt solche Personen in der Arbeitswelt überleben können. Das muss doch auffallen, wenn jemand so verstrahlt ist. Dann existiert da aber auch noch das Folgeproblem …. wenn die Führungsebene ebenso tickt, dann kann das halt nichts werden… dann ist das durchweg zum scheitern verurteilt.

Und somit schließt sich dann irgendwie der Kreis … am Ende ärgere ich mich nur und merke, dass ich den Anspruch, den ich an mich selber stelle auf keinen Fall auf andere übertragen sollte. Wer sagt denn, das mein Anspruch der richtige ist? Wer sagt denn, das mein Anspruch nicht viel zu hoch ist, aber wenn ich meinen eigenen Anspruch erfüllen will, dann muss ich halt auch solche Anforderungen an andere stellen … ein Teufelskreis!

Gleiches trifft auch auf mein persönliches Verständnis von Service zu. Es ist schon richtig, dass auch eine Service-Erbringung gewissen Regeln folgen muss, aber für mich bedeutet Service halt auch, dass ich mich um meinen Kunden kümmern sollte und das ich versuchen sollte mit ihm eine „Partnerschaft“ aufzubauen, um ihn möglichst glücklich zu stellen. Auch das scheint leider nicht die gängige Sichtweise zu sein. Für viele Menschen scheint Service anscheinend etwas anderes zu sein … ich muss den Kunden nicht glücklich machen, sondern ich muss nur das nötigste machen, damit der Kunden sich nicht beschweren kann. Nunja … auch das ärgert mich maßlos, denn das ist in meiner Sicht KEIN Service. Wie kann so eine Service-Organisation existieren?

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