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Feindbilder

17. November 2010 Kommentare

Kennt ihr das? Ihr seht eine Person, ggf. wird euch diese Person sogar vorgestellt und sie ist euch sofort unsympathisch. Also ich persönlich erwische mich ja immer mal wieder dabei, wie ich eine Person direkt in eine Schublade werfe und es verdammt schwer für sie ist, da wieder raus zu kommen. Selbstverständlich gibt es auch die andere Möglichkeit, das mir eine Person von Anfang an sympathisch ist, aber das soll ja hier nicht das Thema sein ;).

Ich persönlich frage mich nun, wo das herkommt, dass man eine Person sieht und direkt denkt „was für’n Ar***“. Klar weiß ich, dass man keine Vorurteile haben soll und allen Menschen mit Toleranz begegnen sollte, aber bei einigen Menschen will mir das einfach nicht so recht gelingen. Es gibt viele Ausdrücke / Floskeln, die beschreiben, dass man jemanden nicht mag. „…ich kann ihn einfach nicht riechen“, „…wenn ich den schon sehe, kommt mir die Galle hoch…„, „…macht sie den Mund auf, bin ich auf hundert„, „…in ihrer Gegenwart läuft’s mir kalt den Rücken runter“. Das sind einige der Floskeln, die unsere Abneigung gegenüber einem Menschen beschreiben. Hierzu gibt es in der Psychologie sicherlich diverse Thesen warum das so ist und einige dieser Floskeln zeigen ja schon, dass es eventuell tatsächlich etwas körperliches ist. Ich kann seinen Geruch nicht leiden, ich mag nicht wie er aussieht, ich mag den Klang seiner Stimme nicht … das könnten natürlich einige mögliche Ursachen sein, aber ist das wirklich so? Ich mag ja fast nicht glauben, das wir Menschen so einfach gestrickt sind.

Ich habe mal ein wenig im Netz gestöbert und bin dann auf folgende Zusammenfassung gestoßen:

  1. Wir lehnen an anderen ab, was wir an uns selbst nicht mögen.
  2. Wir lehnen an anderen ab, was wir selbst gerne haben möchten, aber nicht haben.
  3. Der andere erinnert uns an schlechte Erfahrungen mit anderen Menschen.
  4. Wir lehnen den anderen ab, weil er vollkommen anders ist als wir.
  5. Wir fühlen uns von dem anderen abgelehnt.

Also wenn ich mir diese Definition anschaue, dann kann ich die bei spontaner Antipathie nicht so ganz nachvollziehen. Ich glaube nicht, dass diese Punkte bei meinem Schubladendenken zutreffen. Da glaube ich schon eher der Theorie, dass es vielleicht wirklich körperliche Reize sind, die mich da beeinflussen.

Naja … wollte ich nur mal so geschrieben haben :ponder_tb:, weil’s mir gerade so durch den Kopf ging.

  1. 18. November 2010, 12:13 | #1

    Also ich tendiere da doch auch eher in die Richtung, dass es einfach körperliche Reize sind, oder aber die Tatsache, dass wir durch Medien und Umfeld schon derart geprägt sind, dass wir auf Abweichungen entsprechend mit Antipathie reagieren.

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