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Frauenquote = Gleichstellung von Frauen und Männern?

9. Februar 2011 Kommentare

Frauenquote

Frauenquote

Momentan wird seitens der Politik mal wieder eine Frauenquote diskutiert und ich bin mir gar nicht mal sicher, ob das nun vom Tisch ist oder nicht. Nunja … auch ich habe da so meine Gedanken zu.

Generell bezeichnet ja eine Frauenquote eine frauenbezogene Quotenregelung, d.h. das eine bestimmt Quote bei der Besetzung von Stellen berücksichtigt werden muss. Hintergrund hierfür ist es, das man Gleichstellung von Frauen und Männern anstrebt.

Bei der Quotenregelung gibt es im Grunde zwei mögliche Regelungen, die „Absolute Quotenregelung“ und die „Relative Quotenregelung“. Bei der Absoluten Quotenregelung werden Frauen solange prinzipiell bevorzugt behandelt, bis die angestrebte Frauenquote von x Prozent im erreicht ist. Eine, wie ich finde, ganz klare Benachteiligung und Diskriminierung von Männern. Wo genau soll hier der Vorteil der Quote liegen und warum sollen Frauen bevorzugt werden, falls Männer doch besser qualifiziert sind (wobei das nicht heißen soll, das Männer immer besser qualifiziert sind!)?

Ich persönlich finde ja, das es generell nur nach der Qualifikation gehen sollte und nicht nach dem Geschlecht; auch nicht um irgendeine Quote zu erfüllen.

Eine weitere Möglichkeit für eine Frauenquote ist die „Relative Quotenregelung“, bei der bei gleicher Qualifikation die Bewerberin dem Bewerber vorgezogen werden soll, bis ein Frauenanteil von x Prozent  erreicht ist. Auch hier würde ich mal behaupten, dass das eine Benachteiligung der Männer ist.

Also generell frage ich mich persönlich, ob eine Frauenquote wirklich notwendig und sinnvoll ist. Es wird zwar gesagt, dass sie dazu dienen soll die aufgrund von Tradition und historischer Ungleichheit auch in den modernen Gesellschaften im öffentlichen Leben, insbesondere in Führungspositionen, unterrepräsentierten Frauen zu fördern, aber ich befürchte, dass hier Frauen nur bevorzugt werden, um die Quote zu erfüllen.

Außerdem … gibt es eigentlich auch eine Männerquote? Aus gegebenen Anlass habe ich mich mal schlau gemacht und man glaubt es kaum, aber in gesamt Deutschland gibt es nur 2 (in Worten ZWEI) männliche Hebammen. Ich bin mir sicher, wenn man sich mal etwas weiter umschaut, dann wird man auch noch mehr Bereiche finden, in denen Männer unterrepräsentiert sind und wo man ebenso nach einer Männerquote fragen könnte.

Also abschließend kann ich nur sagen, dass generell nicht das Geschlecht oder die Quote entscheiden sollte, sondern rein die Qualifikation!

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