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Babyimpfen … wir haben uns schlau gemacht

23. März 2011 Kommentare

ImpfungsspritzeIch habe letztens noch im Blog einer Arbeitskollegin gelesen „Impfungen müssen sein“ und bis gestern hätte ich dem auch mehr oder minder zugestimmt. Ich habe zwar schon immer eher kritisch der Grippeschutzimpfung gegenüber gestanden und habe mich auch nie dagegen impfen lassen, aber per se hätte ich auch gesagt, das so einige Impfungen durchaus sinnvoll sind. Bei der Grippeimpfung muss ich ehrlich sagen, dass ich das für reine Panikmache und Geldmacherei halte. Hier stehen meiner Meinung nach die Risiken und mögliche Nebenwirkungen in keinem Verhältnis zum Nutzen.

Da man bei Säugling dazu rät sie im Alter von drei Monaten impfen zu lassen und es bei unserer kleinen Prinzessin nun soweit wäre, habe wir uns gestern mal schlau gemacht. Wir waren auf einer Infoveranstaltung rund um das Thema impfen.

Veranstaltet wurde der Infoabend im Geburtshaus, in dem wir auch schon den Baby-Erste-Hilfe-Kurs gemacht haben und der (ich nenne es mal) Dozent war ein praktizierender Kinderarzt. Er hat einem nicht seine Meinung aufgedrängt, aber er hat meiner Meinung nach sehr gute Denkanstöße gegeben und einige Fakten genannt, die man sonst so nicht hört.

So wird ja im Säuglingsalter (also im dritten Monat) von der STIKO (Ständige Impfkommission) empfohlen, dass das Kind eine 6-fach Impfung bekommen soll. In dieser 6fach Impfung wird gegen folgende Sachen geimpft:

  1. Tetanus
  2. Diphtherie
  3. Kinderlähmung
  4. Keuchhusten
  5. Haemophilus influenzae Typ b
  6. Hepatitis B

Der Kinderarzt hat jetzt zu den einzelnen Punkten einige Fakten geliefert, die ich durchaus für betrachtenswert halte.

Tetanus: Hier wird gegen eine Bakterie geimpft, die in der Erde vorkommt und den sogenannten Wundstarkrampf auslösen kann, eine Infektionskrankheit, die meistens tödlich verläuft. Die resistenten Sporen des Bakteriums kommen nahezu überall vor, auch im Straßenstaub oder in der Gartenerde. Die Infektion erfolgt durch das Eindringen der Sporen in Wunden. Unter anaeroben Bedingungen, d. h. unter Sauerstoff-Abwesenheit, vermehrt sich das Bakterium und sondert Giftstoffe (Toxine) ab. Und hier mal einige zusätzliche Fakten, die genannt wurden bzw. Fragen, die man sich stellen sollte:

  • Auftreten kann diese Infektion also bei einer Wunde, in die Dreck eindringt. Warum also soll ich mein Kind schon im Säuglingsalter impfen lassen? In der Regel fangen Kinder erst mit einem Jahr an zu laufen und folglich ist die Verletzungsgefahr mit dreckigen Wunden gerade in der ersten Zeit eher unwahrscheinlich.
  • Nach einer ggf. entstandenen Wunde kann man auch passiv impfen, d.h. der Antikörper wird direkt gespritzt. Das hat den Vorteil, dass der Organismus nicht erst selbst Antikörper ausbilden muss, was bis zu einer Woche dauern kann.
  • Da die Bakterie nur unter der Abwesenheit von Sauerstoff existieren kann, sollte man sich überlegen, wie genau das aussehen müsste. Es müsste ja eine verdammt tiefe Wunde sein, an die kein Sauerstoff kommt, um eine Infektion auszulösen.

Diphtherie: Es handelt sich um eine Infektionskrankheit, die durch eine Infektion der oberen Atemwege mit dem  hervorgerufen wird. Gefürchtet ist das von diesen Erregern abgesonderte Exotoxin Diphtherietoxin, welches zu lebensbedrohlichen Komplikationen und Spätfolgen führen kann. Bekannt ist Diphtherie auch als „Echter Krupp“ nicht zu verwechseln mit dem Pseudo-Krupp. Und auch hier einige Fakten und Fragen:

  • Die Häufigkeit der Erkrankung ist durch die eingeführte passive Impfung mit Serum und die eingeführte aktive Impfung mit Diphtherietoxoid sehr stark zurückgegangen. Die Krankheit ist jedoch nicht ausgerottet, aber innerhalb von Deutschland nahezu nicht  mehr existent. In den letzten drei Jahren hat die Infektionsrate in Deutschland bei 4 bis 8 Fällen pro Jahr gelegen, was verschwindend gering ist. Warum also gegen etwas impfen, was nahezu ausgerottet ist in Deutschland?
  • Die Impfektionsrate in Russland war im Jahr 1994 bei 48.000 Fällen, aber wie wahrscheinlich ist es, das wir nach Russland reisen?

Kinderlähmung: Auch bekannt als Polio, ist eine Infektionskrankheit, die die muskelsteuernden Nervenzellen des Rückenmarks befallen und zu bleibenden Lähmungserscheinungen bis hin zum Tod führen kann. Wie gehabt auch hier einige Fakten und Fragen:

  • Überwiegend sind Kinder im Alter zwischen drei und acht Jahren, gelegentlich auch ältere Personen bis ins Erwachsenenalter betroffen. Warum soll ich dann mein Kind im Alter von einem Jahr impfen lassen?
  • Aufgrund der konsequenten Impfung gibt es heute in Deutschland fast keine Polio mehr. Auch hier gilt der gleiche Punkt, wie ich ihn auch schon bei der Diphtherie genannt habe, warum dann impfen?

Keuchhusten: Es ist eine hochansteckende Infektionskrankheit. Nach einem unspezifischen Anfangsstadium verläuft sie regelhaft über mehrere Wochen. Auf das Anfangsstadium mit erkältungsartigem Husten folgen anfallsartig typische stakkatoartige Hustenattacken. Bei Säuglingen können sich die Hustenanfälle untypisch als Atemstillstände äußern und somit lebensbedrohlich verlaufen. Schließlich nehmen die Hustenattacken an Zahl und Schwere allmählich ab. Und wieder weitere Infos:

  • Es ist richtig, dass Keuchhusten bei Säuglingen zum Atemstillstand führen kann, was entwicklungsbedingt ist, aber das kann nur im Alter von 0 bis 3 Monaten auftreten, da zu diesem Zeitpunkt der Kelhlkopfdeckel noch nicht voll entwickelt ist. Die Impfung wird aber ab dem dritten Monat empfohlen, was für das Risiko des Atemstillstandes ja zu spät ist. Warum also dann impfen?
  • Ab dem dritten Monat verläuft die Krankheit nicht mehr tödlich, sondern ist nur sehr anstrengend für alle beteiligten, da die Hustenanfälle meistens in der Nacht kommen. Lasse ich also impfen, um es etwas komfortabler zu haben?

Haemophilus influenzae Typ b: Die invasive Haemophilus Influenzae B ist eine der schwersten bakteriellen Infektionen in den ersten fünf Lebensjahren. Der Erreger kommt nur beim Menschen vor und findet sich vor allem auf den Schleimhäuten der oberen Atemwege.Erreger ist ein Bakterium, das von Mensch zu Mensch über Tröpfcheninfektion verbreitet wird. Die Inkubationszeit beträgt zwei bis fünf Tage. Danach können fieberhafte Infektion des Nasenrachenraums mit Mittelohr-, Nasennebenhöhlen- und Lungenentzündung; auftreten. Gefürchtete Komplikationen sind Hirnhautentzündungen oder Entzündungen des Kehldeckels, die mit Erstickungsanfällen einhergehen. Bleibende Schäden und Todesfälle sind möglich. Geimpft werden sollten unbedingt alle Patienten ohne Milz oder deren Milz nur eingeschränkt arbeitet.

  • Hier wird im Grunde auf Grund der Angst vor einer Hirnhautentzündung geimpft, doch der Impfstoff enthält nur Antikörper für einen Stamm der Bakterien, wo es jedoch 15 weitere gibt.
  • Geimpft werden sollten unbedingt alle Patienten ohne Milz oder deren Milz nur eingeschränkt arbeitet. Ist ja bei unserer Kleinen nicht der Fall, also warum sollten wir dann impfen lassen?

Hepatitis B: Die Hepatitis B ist eine Infektionskrankheit der Leber, die häufig akut (90 %), gelegentlich auch chronisch verläuft. Mit etwa 350 Millionen chronisch infizierten Menschen ist die Hepatitis B weltweit die häufigste Virusinfektion. Bei etwa einem Drittel der Weltbevölkerung sind als Zeichen einer überstandenen HBV-Infektion Antikörper nachweisbar. Auf Basis der chronischen Leberentzündung kann eine Leberzirrhose, sowie ein Leberzellkarzinom entstehen. Die Therapie einer chronischen Hepatitis B ist schwierig, daher ist die vorbeugende Impfung die wichtigste Maßnahme zur Vermeidung der Infektion und Verminderung der Virusträgerzahl. Und mal wieder weitere Infos:

  • Die Infektion mit HBV erfolgt parenteral und sexuell, d. h. durch Blut oder andere Körperflüssigkeiten eines infizierten. Ja nee, is klar. Ich denke mal, dass dieser Infektionweg ausgeschlossen werden kann.

Ist schon interessant, wenn man sich die einzelnen Punkte mal anschaut. Im Grunde könnten wir ja generell alle ausschließen. Und um das Ganze noch etwas mehr klar zustellen, hier mal weitere Details:

  • Nestschutz: Beim Nestschutz handelt es sich um von der Mutter auf das Kind übertragene Antikörper. Bei körperlich reifen Neugeborenen wurden vor der Geburt mütterliche IgG-Antikörper über die Plazenta auf das Kind übertragen und bewirken für dieses einen gewissen Schutz. Im Verlauf der nächsten ca. vier Monate kommt es zum Abbau der mütterlichen Antikörper und die Eigenproduktion des Kindes übernimmt allein die Abwehr von Krankheitserregern. Der „enterale Nestschutz“ entsteht bei gestillten Kindern durch die Übertragung von IgA-Antikörpern in Kolostrum und Muttermilch und man spricht in der Regel von Netzschutz im ersten Lebensjahr des Kindes. Voraussetzung hierbei ist, das die Mutter entsprechende Antikörper besitzt, also als Kind selber die gängigen Kinderkrankheiten durchgemacht hat. Da meine bessere Hälfte alles hatte was man so haben kann, versorgt sie unsere Kleine also durch das Stillen automatisch mit den entsprechenden Antikörpern.
  • Nestschutz erweitert: Ich bin der Meinung, dass gerade im ersten Lebensjahr ein weiterer Nestschutz greift. Gerade in diesem Jahr wird man sein Kind behüten und es vor jeder nur erdenklichen Gefahr schützen. Mein Kind wird bestimmt noch nicht mit 8 Monaten im Garten alleine spielen, also wie sollte es sich hier verletzen?
  • Immunsystem eines Säuglings: Das Immunsystem eines Säuglings muss sich erst einmal langsam aufbauen. Gerade im ersten Lebensjahr ist ein Kind im Grunde noch nicht komplett entwickelt. Wenn man sich z.B. Pferde anschaut, dann können die direkt nach der Geburt (oder besser nachdem Wurf) stehen und Gras futtern. Bei Menschenkindern dauert es in der Regel ein Jahr bis es stehen kann und auch bis es alles an Nahrung aufnehmen kann. Es gibt Mediziner die hier davon Reden, das Kinder eigentlich zu früh den Bauch verlassen haben und das erste Jahr dazu nutzen müssen sich komplett zu entwickeln.
  • Ich kann nicht gegen Krankheiten impfen: Logisch! Ich impfe nicht gegen Krankheiten, sondern gegen Erreger und ich persönlich bin der Meinung, das ich nicht gegen alle Erreger impfen lassen kann. Ich denke mir, das Erreger sich auch weiter entwickeln und das ist vielleicht der Grund warum es nun eine Schweine- und Vogelgrippe gibt.
  • Schwere Nebenwirkungen sind selten: Das sehe ich mal ein wenig anders. Ich würde den Satz eher so formulieren „Schwere Nebenwirkungen werden nicht bekannt“. Langzeitfolgen von Impfungen sind bisher und werden auch nicht untersucht, denn wenn es mal eine Studie gibt, dann betrachtet die maximal wenige Wochen nach der Impfung, nicht aber einen längeren Zeitraum. Impfstudien werden praktisch nur von Impfstoffherstellern gemacht und sind somit nicht wirklich neutral.
  • Wirksamkeit: Der „Wirksamkeitsbeweis“ von Impfungen beruht weitgehend auf Statistiken und wie sagt man schon so schön „traue keiner Statistik, die Du nicht selbst gefälscht hast“. Ich kann mir Sachen immer so schönrechnen, wie ich sie gerade brauche.
  • Der Rubel muss rollen: Ein Arzt bekommt für eine Impfung generell einen anderen Satz bezahlt, als für eine einfache Untersuchung und/oder Beratung. Impft er sogar Kombipräparate so steigt der Satz. Ich kann schon verstehen, dass das eine finanzielle Frage für viele Ärzte ist, aber muss das auf dem Rücken meines Kindes ausgetragen werden?
  • Allergien: Es ist statistisch belegt (auch hier gilt natürlich der Spruch zu den Statistiken), das frühzeitig geimpfte Kinder später häufiger an Allergien leiden, als Kinderdie nicht geimpft wurden. Zufall?
  • Verschiebung der Ursachen: Jetzt kommt mal eine ganz provokante Behauptung, die rein meine eigene Meinung ist! Ich bin der Meinung, dass die Natur sich holt, was ihr zusteht. Wie ich das meine? Ich bin der Meinung, dass wenn wir wirklich eine Krankheit ausrotten es im Gegenzug eine neue Krankheit geben wird. Ich zitiere hierzu mal etwas:

Die Ausrottung des Pockenvirus und damit die Einstellung der weltweiten Pockenimpfungen könnten zu der explosionsartigen Ausbreitung von HIV geführt haben. (Quelle: Bild der Wissenschaft – Medizin – 18.05.2010)

Wenn ich mir nun einmal alles anschaue, dann kann ich nur sagen dass das Thema Impfen extrem kompliziert ist und ganz extrem viel mit der persönlichen Einstellung zu tun hat. Die typischen Kinderkrankheiten wie Windpocken und Masern habe ich hier z. B. noch nicht betrachtet und alles in allem muss sicherlich jeder seine eigene Meinung dazu bilden.

Fazit:

Wir tendieren momentan jedoch dazu unsere kleine nicht frühzeitig mit diversen Impfstoffen zu überfluten und auch nach einem Jahr nur die Impfungen vornehmen zu lassen, die wirklich einen gravierenden Schaden am Kind vermeiden können; also gegen Tetanus, Diphtherie und Keuchhusten impfen zu lassen. Im ersten Jahr soll die Kleine erst einmal ihr eigenes Immunsystem entwickeln und nicht gleich mit diversen Sachen zugeballert werden. Später wollen wir dann einzeln entscheiden, welche Impfung sinnvoll ist und welche Kinderkrankheiten man vielleicht einfach mal „ausleben“ sollte.

  1. Tina
    11. Januar 2013, 10:47 | #1

    Hallo!

    Wie habt ihr euch denn jetzt bezüglich der Impfung eurer Tochter entschieden? Was und wann habt ihr impfen lassen?
    Wie ist es der kleinen damit ergangen?

    Bei uns steht auch die Impfung an, daher beschäftigt mich das Thema sehr.

  2. 11. Januar 2013, 15:18 | #4

    @Tina
    Das Thema Impfung ist wirklich kein leichtes und ich muss Dir hier leider sagen, dass es da mit Sicherheit keinen optimalen Weg gibt. Das Euch das Thema beschäftigt, kann ich voll und ganz nachvollziehen. Also unsere Entscheidung war letztlich so, dass wir unsere kleine Maus haben impfen lassen mit der „Grundimpfung“. ABER … und es gibt hier ein aber :) Wir haben sie nicht nach 3 Monaten impfen lassen, sondern wir haben gewartet bis sie knapp ein Jahr alt war. So hatten wir das Gefühl, dass der kleine (noch nicht ganz ausgebildete Körper) nicht gleich mit der Impfung geflutet wird. Als Impfung haben wir dann ein mehr oder minder Standardpräparat genommen, haben aber nur die Krankheiten ausgewählt, die uns sinnvoll erschienen. Glücklicherweise hat uns unser Kinderarzt hier sehr gut beraten und er war die ganze Zeit auf unserer Seite, d.h. er meinte „wie auch immer sie sich entscheiden … ich begleite sie und ich unterstütze sie hierbei“.

    Daher mein Tipp: Einfach mal ein beratendes Gespräch zusätzlich mit den Kinderarzt führen und sich seine Meinung anhören. Er hat i.d.R. auch Erfahrungen, was gerade bei euch im Kreis akut sein könnte.

  3. Kathi
    16. Januar 2013, 20:15 | #5

    @Tina
    hey tina ;) wenn du bei facebook angemeldet bist, kann ich dir eine gute gruppe, die sich mit dem thema ernsthaft und differenziert auseinandersetzt, empfehlen!
    lg kathi

  4. Maren
    20. Februar 2013, 19:09 | #6

    Hallo,

    ich beschäftige mich auch schon ein bisschen mit der schwierigen Impf-Thematik, obwohl ich noch 3 Monate Zeit habe, bis mein Baby kommt.

    Grundsätzlich denke ich, dass Impfungen sinnvoll sind. Es geht ja bei Keuchhusten z.B. auch nicht darum, es „komfortabler“ zu haben, sondern den Leidensdruck für das Kind (der zweifelsohne bestünde) gar nicht erst entstehen zu lassen. Aber genauso wie bei z.B. Masern oder Grippe muss jeder für sich die Frage beantworten, wie groß der Leidensdruck wäre. Ein gesunder Mensch mit gutem Immunsystem verkraftet sicher auch ne Grippe ohne größere Probleme. Bei immunschwachen Menschen sieht das vielleicht anders aus. Und gerade Dinge wie mal nach Russland reisen oder dass ein Baby auch mal einen Schnitzer hat, der mit Dreck/ Erde in Berührung kommt, finde ich jetzt nicht sooo unwahrscheinlich.

    Ich finde es beruhigend, dass durch Impfungen so schlimme Krankheiten wie Tetanus und Diphterie für mein Kind keine Bedrohung mehr darstellen. Und gerade diese Impfungen sind, wenn ich recht informiert bin, ja doch schon älter. Klar, die Frage bei Statistiken ist immer, woher sie kommen, aber in meinem persönlichen Umfeld sind mir keine Langzeitimpfschäden bekannt. Außerdem beruht der Rückgang der Infektionen in Deutschland durch Impfungen auch auf einer Statistik, mit der du argumentierst. Man kann schlecht die eine Statistik FÜR seine Argumentation verwenden und im anderen Satz Statistiken allgemein verfluchen, finde ich.

    Ich persönlich tendiere auch dazu, nicht mit 3 Monaten die volle Dröhnung (6-fach) zu impfen. Das erscheint mir für ein so kleines, noch immunschwaches Baby wirklich zu viel des Guten. Aber nach und nach werde ich sicher die Impfungen durchführen lassen.

    Viele Grüße

  5. Sahra39
    26. Februar 2013, 22:47 | #7

    Hallo Andre,

    auch ich beschäftige mich zur Zeit mit dem Thema und habe die Impfung verschoben und mir einen neuen Arzt gesucht, nachdem er uns als Impfparasit der Gesellschaft bezeichnet hat. Er meint, alle die später impfen nutzen den Herdenschutz. Dabei wollte ich nur über das für und wieder der einzelnen Impfungen aufgeklärt werden – er wollte aber einfach „losimpfen“. Nun habe ich endlich ein Ärztin gefunden, welche unsere Kleine mit 12 Monaten impft. Nun meine Frage an dich: was habt ihr als „Grundimpfung“ gemacht?

    Liebe Grüße

  6. Steffi
    4. April 2013, 08:28 | #8

    Hallo Zusammen,

    hab zufällig die Seite entdeckt und finde das Thema ganz interessant.
    Meine kleine Tochter ist jetzt 6 Monate und noch ungeimpft.
    Hab mich auch schlau gemacht und noch ein paar interessante sachen gefunden.
    Tetanus: Wusstet ihr das Fälle von Menschen bekannt sind die Tetanus hatten, genesen sind und wieder an Tetanus erkrankt sind? Das Tetanus auch in geschlossenen Wunden auftreten könnte?
    http://www.aerzte-ueber-impfen.org
    sehr interessant :-)
    Also ich bin der gleichen Meinung wie hier.
    Warum ein 3 Monate altes Baby schon impfen lassengegen erreger die es in Deutschland z.b Polio seit 20 jahren nicht mehr gibt bzw. niemand mehr neu erkrankt ist.
    Impfen ja aber wann und was ist vielleicht mal eine überlegung wert.
    Und das viele Menschen, nicht nur einzelne an Erregern erkranken trotz impfung ist auch bedenklich.
    Meine Meinung ist das die hygienischen Bedingungen viele Krankheiten besiegt bzw. eingedämmt haben nicht nur impfungen (die auch Schaden anrichten können).
    Ich lasse meine kleine auch frühestens mit einem Jahr impfen und vorher möchte ich meinen Kinderarzt noch mit ein paar fragen löchern. :-)
    Lg Steffi

  7. Gerald
    13. Juli 2013, 16:40 | #9

    Also wir haben unsere Tochter, geb. 1996 nicht gleich mehrfach impfen lassen, und zwar eben genau deshalb, weil ich gegen unnötige Medikamente aller Art bin. Wenn keine Infektionsgefahr für Tetanus vorhanden ist, was soll dann eine Impfung? Im Laufe der Jahre kam dann schon die eine oder andere Impfung, als es eben Sinn machte.
    Aber im ersten Lebensjahr gab´s noch gar keine. Das was, da bin ich sicher, ein vernünftiger Weg.

    Off Topic:
    Mit Antibiotika haben wir es auch so gehalten: wenn der Arzt meint, es muss wirklich sein, dann natürlich ja. Aber erst mal wird da eine zweite Meinung geholt, und wenn unklar ist, ob das sein muss, wird lieber mal einen halben Tag noch abgewartet. Man kann das AB ja schon in Bereitschaft haben. So haben wir zumindest das erste LJ auch bestens ohne AB überstanden (Glück gehabt), und unser Arzt hat das durchaus unterstützt.

    Wie auch immer, ich bin Allergiker, meine Tochter nicht, ob das zusammenhängt ist natürlich völlig unklar.

  8. Elke
    19. September 2013, 01:19 | #10

    „Warum ein 3 Monate altes Baby schon impfen lassengegen erreger die es in Deutschland z.b Polio seit 20 jahren nicht mehr gibt bzw. niemand mehr neu erkrankt ist.“

    Wir haben in Deutschland deswegen keine Polio-Fälle mehr WEIL wir eine sehr hohe Impfquote bei Polio haben…..und damit das so bleibt sollten wir auch weiterhin gegen Polio impfen.
    „Tetanus: Wusstet ihr das Fälle von Menschen bekannt sind die Tetanus hatten, genesen sind und wieder an Tetanus erkrankt sind?“

    Wußtest Du das selbst bei optimaler Intensivmedizinischer Behandlung jeder vierte an Tetanus erkrankte qualvoll stirbt. Und ein großer Teil der Überlebenden das Menschen zu verdanken hat, die klug genug waren sich vorher impfen zu lassen und großzügig genug waren, ihr Blut (bzw. die darin enthaltenen Antikörper) für Menschen zu spenden, die meinten sie könnten auf eine Tetanusimpfung verzichten…

    „Und das viele Menschen, nicht nur einzelne an Erregern erkranken trotz impfung ist auch bedenklich.“

    Solange Geimpfte ein viel geringeres Risiko haben zu erkranken als Ungeimpfte ist daran zunächst einmal gar nichts bedenklich – es zeigt nur, dass keine Impfung einen 100% Schutz garantiert. Das behauptet auch niemand.
    Aber 99% Schutz sind immer noch besser als gar kein Schutz.

  9. Sylvia
    14. Oktober 2013, 20:35 | #11

    Unser Lukas ist nun 12,5 Monate alt.
    Ich habe ihn vor einer Woche gegen Tetanus impfen lassen.
    Ich gehe grundsätzlich mit dem Thema Impfen sehr vorsichtig und sorgfältig um!
    Ich wollte auch dem Körper meines Sohnes die Chance geben, sich selbst zu entwickeln und nicht nach dem 2. Lebensmonat mit Giften wie Formaldehyd (darf in Möbeln nicht mehr verarbeitet werden), Quecksilber, Aluminium zu belasten, sowie diese Lebend,- bzw Toterreger die gespritzt werden.

    Also unser Sohn ist kerngesund und er ist die ganz Zeit mit anderen Kindern zusammen, komischer Weise haben die geimpften Kinder alle sehr oft Grippe, hohes Fieber und unser Kleiner hat sich in der Zeit nicht einmal angesteckt, obwohl die anderen Kids auch z.B. unser Spielzeug in den Mund nahmen usw usw usw usw

    Wie gesagt, nun wurde er gegen Tetanus geimpft, weil er einfach schon im Sand und in der Erde wühlt….
    Weitere Impfungen gegen andere Erreger werde ich mir genauestens überlegen und mit meinem Kinderarzt eingehend besprechen.

    Mein Appell: Sehr Sehr Sehr genau überlegen wann wie und was geimpft wird und nicht einfach blind vertrauen.
    Eine Mutter kennt ihr Kind am Besten und fühlt was es braucht…..
    Vertraut auch ein bisschen auf Euch selbst und nicht nur der Pharmalobby……..

  10. Gerald
    15. Oktober 2013, 14:08 | #12

    @Elke: Es sieht nicht so aus, als ob hier irgend jemand den Nutzen von Impfungen oder die Gefährlichkeit der Infektionskrankheiten grundsätzlich bezweifelt. Die Leute versuchen doch nur, wie ich finde mit Recht, ein differenzierteres Bild als „entweder dafür oder dagegen“ aufzuzeigen!

    Wenn man versucht, verantwortungsvoll abzuwägen, welche Impfung zu welchem Zeitpunkt sinnvoll ist, dann geschieht das doch um sowohl den bestmöglichen Impfschutz für seine Kinder zu bekommen, als auch das Risiko, das Impfungen ja auch mit sich bringen, so klein wie möglich zu halten.

    Deiner Argumentation, dass 99% Schutz besser ist als gar kein Schutz, und der Hinweis, dass Tetanus extrem gefährlich ist, stimme ich vollkommen zu. Aber ich glaube, hier geht es gar nicht um diese grundsätzlichen Dinge. Hier hat doch niemand behauptet, auf Tetanusimpfungen komplett verzichten zu können.
    Um beim Beispiel Tetanus zu bleiben: Meine Tochter wurde, und das scheint mir hier auch der Konsens zu sein, genau dann gegen Tetanus geimpft, als auch ein Infektionsrisiko vorhanden war. Aber eben nicht vorher.

    Das ist doch eine vernünftige Herangehensweise, oder?

    Schöne Grüße, G

  11. Karla
    29. Oktober 2013, 00:14 | #13

    Ich befassen uns auch sehr mit dem Thema „Imfpungen“. Unsere Tochter ist fast 9 Monate alt und ungeimpft. Wir haben sehr interessante Artikeln/Webseite gefunden, die wir mit euch teilen möchten:

    Sehr interessantes Interview: http://www.naturheilmagazin.de/natuerlich-wachsen/kinderzeit/impfen/interview-impfen.html

    http://articles.mercola.com/sites/articles/archive/2011/07/31/dr-natasha-campbell-mcbride-on-gaps-nutritional-program.aspx

    Webseite: http://www.nvic.org/reportreaction.aspx

    Mein Mann will noch warten, bis wir unsere Tochter gegen 3 Krankheiten impfen lassen. Er will warten, bis sie ein Jahr alt wird (Februar). Ich mache mir Sogen, weil wir Ende Dezember für einen Monat in die USA fliegen. Habt Ihr irgendwelche Informationsquellen.

  12. Gerald
    29. Oktober 2013, 21:58 | #14

    Was für Sorgen machst Du Dir denn konkret? Grundsätzlich halte auch ich warten, bis ein konketer Grund besteht für eine sinnvolle Haltung, aber Verallgemeinern ist bei diesem Thema eigentlich Unsinn. Also, worum geht´s denn? Wovor hast Du Angst? Welche drei Krankheiten sollen dann geimpft werden? Willst Du vielleicht eine schon vorziehen? Das wären Informationen, die wichtig sind, um Deine Frage zu beantworten.
    Und ich sag mal so: Impfungen sind heute (zum Glück) nicht mehr so wichtig, wie sie vor einigen Jahrzehnten wohl waren. Die Menschen heute profitieren alle davon, dass in der Vergangenheit durch Impfen viele Krankheiten stark reduziert (bis ausgerottet) wurden. Wir sind heute sozusagen alle „Impfparasiten“ :-). Mach Dir mal nicht zu viele Sorgen.
    Impft euer Kind vor allem dann, wenn es gesund und fit ist, und keine anderen Erkrankungen wie „Schnupfen“, grippale Infekte etc. hat. Also z.B. der November ist so gesehen sicher nicht der optimale Monat, ans Impfen zu gehen.

  13. Sascha König
    4. Januar 2014, 00:12 | #15

    Hallo.
    Mein Sohn ist 11 Wochen alt und wir möchten ihn auch nicht vor dem ersten Lebensjahr impfen lassen.
    Außer gegen Tetanus.
    Wir haben einen Hund und die Gefahr das er ihn mal kratzen könnte und er dann nicht geschützt ist macht mir Angst. Außerdem haben wir im Sommer mit Bremsen zu kämpfen.
    Wann müsste ich ihn spätestens impfen lassen damit er bis zum Sommer geschützt ist?

    LG

  14. 6. Januar 2014, 11:35 | #16

    @Sascha König
    Hallo Sascha,

    ich bin mir zwar nicht ganz sicher gegen was ihr euren Sohn impfen wollt, damit die Bremsen nichts machen, denn meiner Meinung nach geht von Bremsen erst einmal keine besondere Gefahr aus, aber wie dem auch sei, so würde ich empfehlen, das einfach mal mit dem Kinderarzt eures Vertrauens durchzusprechen. Ein Blog oder auch ein Forum kann nur Tipps geben, aber ich würde mich da doch eher von einem Arzt beraten lassen.

    CU
    Andre

  15. Tina
    28. Dezember 2015, 13:31 | #17

    Kann man denn auch einzeln impfen später? Viele Kinderärzte verweigern dies leider

  16. 30. Dezember 2015, 15:27 | #18

    @Tina
    Durchaus kann man auch später einzeln impfen … unser kinderarzt hat seinerzeit gesagt, dass die Entscheidung ganz bei uns liegen würde und er dann unsere Entscheidung begleiten würde, er also auch ggf. später einzeln impfen würde. Letztlich muss man nur einen Arzt haben, dem man vertraut und der einen unterstützt.

    • Gerald
      2. Januar 2016, 18:20 | #19

      Ja, einzeln Impfen geht zum Teil sehr gut und ist genau das, was wir im Fall unserer Tochter gemacht haben. Ich halte das Impfen für notwendig, aber nicht ganz ungefährlich. Mein Rat: einen Arzt suchen, der Verständnis für die Eltern hat und mit ihnen gemeinsam eine individuelle Vorgehensweise bespricht. Alles Andere ist Unfug weil Vertrauen zwischen Arzt u. Patient die Grundlage jeder ärztlichen Tätigkeit ist. Wenn ein Arzt vernünftige Gespräche grundsätzlich „verweigert“ (ja das gibt’s sehr wohl) sieht der mich nicht wieder. Wenn er ne andere Meinung als sein Patient hat, sollte er das auch begründen können. Fachwissen ist ja schön und gut, aber dass ein Säugling nicht gerade sehr gefährdet ist, Tetanus zu bekommen (zum Beispiel), liegt auf der Hand.
      Und mit den meisten Ärzten kann man auf dieser Ebene auch reden. Dann findet man sicher einen Weg, das Thema Impfungen sinnvoll hin zu bekommen.

  17. Melanie
    29. Juni 2016, 21:16 | #20

    Welche Impfungen ist den dann sinnvoll ab dem ersten Jahr? Ich möchte meine kleine auch noch nicht impfen lassen, erst ab dem ersten Jahr. Doch bin ich etwas überfragt was da wichtig und sinnvoll ist! Dieser Text hat mir allerdings sehr geholfen. :)

    • 1. Juli 2016, 10:20 | #21

      Hallo,

      ich finde, dass es sehr schwierig ist hier eine Empfehlung zu geben, welche Impfung sinnvoll ist und welche nicht. Letzlich hängt das meiner Meinung nach von mehreren Umständen ab und ich würde empfehlen, dass Du das einfach mal mit Deinem Kinderarzt durchsprechen solltest. Ggf. kannst Du Dir ja noch eine zweite Meinung bei einem zweiten Kinderarzt einholen.

  18. Dr. Lennart Thilmann
    17. September 2016, 08:01 | #22

    „Ich denke…“, „Mein Bauchgefühl…. “ – immer wieder der gleiche Nonsens, der zu lesen ist.
    Warum glaubt man als Laie, dass man nach einem Infoabend mehr Ahnung hat, als die Experten des RKI? Ein Infoabend und Sie fühlen sich sogar berufen, einen Blog über so eine wichtige Entscheidung zu schreiben? Mir tut Ihre Tochter von Herzen leid und wenn ich mir das hier durchlese ist das Internet eben auch nicht selten ein Fluch….

    Und Geldmacherei? Glauben Sie mir, die Pharmaindustrie wird ein vielfaches verdienen, wenn Ihre Tochter erst einmal am einer SSPE erkrankt ist (na gut, vielleicht haben die dann auch Pech und sie verstirbt frühzeitig – ist dann natürlich sehr ärgerlich für die Pharmafirmen).

    Ich empfehle Ihnen noch tolle Internetseiten wie „Zentrum der Gesundheit“ – da können Sie sich noch ein weiteres unabhängiges Bild (Achtung! Ironie!) machen. Sie werden viele Leute finden, genau so gut informiert (sogar Milchbauern sind darunter, habe ich mir sagen lassen) wie Sie es nun sind, die erst gar nicht impfen lassen – die Gefahr ist bei Ihnen auch nicht gerade gering, wie fast hier üben Geschriebene beweist.

    Grandios!

    • Gerald Grabrucker
      29. September 2016, 19:51 | #23

      Statt verallgemeinernd loszupoltern sollten Sie vielleicht mal lesen, was sich hier eigentlich als Konsens herauskristallisiert. Nämlich dass Impfungen schon notwendig sind und man eine solche Entscheidung mit einem Arzt seines Vertrauens besprechen sollte. Es ist nur so, dass manche Eltern ihren Kindern nicht ohne weiteres 6 Impfungen auf einmal verpassen lassen wollen, weil sie das Gefühl haben, dass das vielleicht etwas heftig sein könnte. Darüber wird hier gesprochen. Niemand rät hier irgendjemandem davon ab, seine Kinder zu impfen. Und ja, Verantwortung für Kinder zu haben, hat auch etwas mit dem Gefühl zu tun.
      Auch soll das Denken nicht ausschließlich Doktoren vorbehalten sein.

      Mit freundlichen Grüßen
      G.

  19. 30. September 2016, 11:10 | #24

    @Gerald Grabrucker
    PERFEKTE GEANTWORTET! Wie ich sehe, ist mein Artikel doch nicht so missverständlich und es wurde absolut richtig wieder gegeben. Ich finde es immer äußerst bedauerlich, wenn Menschen komplett vernagelt und engstirnig sind. Ich denke mal, dass der Herr Doktor hier so losgepoltert hat, weil das einfach ein sehr streitbares Thema ist.

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