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Feuerschwanz — Wunsch ist Wunsch

31. März 2011 Kommentare

Das vierte Album der Mittelalterband Feuerschwanz nennt sich „Wunsch ist Wunsch“ und ich habe da mal reingehört und will da das eine oder andere zu schreiben. Die Erlangener Band, die 2004 gegründet wurde, hat mit dem Album „Wunsch ist Wunsch“ also ihr viertes Album veröffentlicht und meiner Meinung nach, ist dieses Album etwas eigenartig und hebt sich ein wenig vom typischen Mittelalterrock ab.

Feuerschwanz besingt meist die unterschiedlichsten Themen, in denen es nicht nur mittelalterliche Berufsstände und Bräuche geht sondern auch klassische Märchen neu interpretiert werden. Die Texte der Band, die sich selbst treffenderweise als „Mittelalter-Folk-Comedy“ einordnen, sind meist relativ trivial. Die Texte sind oft derb und explizit. Auf dem Album geht es um größenwahnsinnige Gelage, traumatische Tavernenerlebnisse, Dauererektionen, Toleranz, eine Hommage an den Dudelsack und eine Begegnung mit einer wunderschönen Waldfee. Der Titel der CD ist meiner Meinung nach durchaus mit Hintergedanken gewählt worden, denn viele werden sicher sofort den Witz im Kopf haben „Bück Dich Fee, Wunsch ist Wunsch“.

Musikalisch finde ich, dass Feuerschwanz wie eine Mischung aus Schandmaul und Fiddlers Green klingt. Neu erfunden wurde das Rad hier musikalisch gesehen nicht und auch wenn das ein oder andere Gröhllied aufgrund der Eingängigkeit des Textes zum Mitsingen einlädt, bleibt der Gesamteindruck etwas getrübt. Feuerschwanz wagen keine wirklich neuen Experimente, sondern verfeinern vorhandene Songstrukturen und betreiben musikalische Detailarbeit. Das gesamte Projekt „Wunsch ist Wunsch“ profitiert hörbar von der E-Gitarre und den gesammelten Erfahrungen der drei vorherigen Studioalben.

Fazit:

Insgesamt finde ich das Album „Wunsch ist Wunsch“ unspektakulär, aber handwerklich grundsolide. Das Album baut meiner Meinung nach auf sehr einfache Refraintexte und -melodien und der Spaß steht hier klar im Vordergrund. Die Texte haben teilweise einen derben Humor, der aber hin und wieder ein Stückchen zu flach ist.

Wer sich gerne Mittelalterrock anhört, sollte sich diese CD mal anhören ggf. bei Amazon probehören und kann dann immer noch entscheiden, ob man sie mag oder nicht.

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