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Wie klein die Welt doch ist …

17. November 2011 Kommentare

Durch eine sehr nette Mail heute Morgen ist mir eine kleine Anekdote aus meiner Lehrzeit wieder eingefallen. Manchmal ist es doch wirklich erstaunlich wie klein die Welt doch ist. Ich bin mir sicher, wenn ihr mal ein wenig in eure eigene Vergangenheit schaut, dann wird euch auch auffallen, das ihr den einen oder anderen vielleicht schon länger kennt, als ihr gedacht hättet oder aber das da Parallelen sind, die euch so vorher nie aufgefallen sind.

Akut habe ich hier momentan eine Geschichte vor meinem geistigen Auge, die sich seinerzeit in meiner Lehrzeit bzw. in meiner Berufsschulzeit zugetragen hat.

Als ich seinerzeit auf der Suche nach einer Lehrstelle war, habe ich mich bei diversen Unternehmen, kleinen Firmen und Softwarehäusern beworben. Ich wollte damals Datenverarbeitungskaufmann werden. Als ich dann bei einem Eignungstest in einem Systemhaus war und ich nach Abschluss dieses Tests nach Hause fahren wollte, sprang mein kleiner buckeliger Golf nicht mehr. Das war für mich nichts Neues, denn irgendwie hatte die Autobatterie wohl einen Schlag weg und so stand ich da mit meinem Überbrückungskabel auf dem Parkplatz und wartete auf einen Mitbewerber, um ihn zu fragen, ob er mir Starthilfe geben könne. Gesagt, getan …. und schon konnte ich fein nach Hause fahren.

Die Stelle in diesem Systemhaus habe ich dann nicht bekommen und ich habe mich munter weiter beworben, was ja auch letztlich irgendwann geklappt hat und ich meine Ausbildung als DV-Kaufmann anfangen konnte.

Viel später dann (so ca. ein Jahr später) hatte ich dann das erste mal Berufsschule. Wir hatten damals sogenannten Blockunterricht und daher war das erste mal Unterricht erst nachdem ich bereits ein halbes oder ein dreiviertel Jahr meiner Ausbildung hinter mir hatte. Da ich immer noch so ein Stress mit meinem Golf hatte, bin ich die erste Stunde mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zur Berufsschule gefahren, was damals schon eine ordentliche Gurkerei war. Natürlich war ich direkt zu spät im Unterricht und als ich dann in die Klasse kam, habe ich mich ganz brav für mein Verspäten entschuldigt und sagte dann:

„Da ich den Unterricht ja so oder so schon gestört habe … ich hätte da mal eine Frage. Kommt irgendjemand aus der Richtung Dortmund und kann mich eventuell mitnehmen?“

Klar war das extrem dreist, aber immerhin hatte ich so die Lacher auf meiner Seite und ich war sofort bekannt wie ein bunter Hund in der Klasse. In der Pause hat mich dann ein Klassenkamerad angesprochen und meinte, das er grob aus meiner Ecke kommen würde und er mich durchaus mitnehmen könnte. So bin ich dann zu einer Fahrgemeinschaft und einer Freundschaft gekommen. Witzigerweise haben wir uns dann auf einer Fahrt mal über unseren Bewerbungsgang unterhalten und er erzählte dann von einer lustigen Geschichte, wo er nach einem Eignungstest einem Mitbewerber Starthilfe geben musste, da seine Batterie leer war. Unfassbar! Da kann man mal wirklich sehen wie klein die Welt doch ist!

Ich würde mich ja am liebsten mal hinsetzen und alle meine Bekannte baummäßig aufmalen, um zu sehen, wo man hier eventuell noch die eine oder andere Parallele findet. Ich bin mir ziemlich sicher, das es da reichlich von geben wird.

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