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Die machen es einem nicht leicht

16. August 2012 Kommentare

Also früher war es für uns Raucher ja immer sehr schön irgendwo ins Ausland in den Urlaub zu fahren. Nicht nur, dass man den Urlaub genießen konnte, sondern die Zigaretten waren da eigentlich auch immer viel günstiger als bei uns in Deutschland. Kurz vor Abflug hat man sich dann immer mit der noch gerade erlaubten Menge an Frei-Zigaretten eingedeckt und war dann daheim glücklich, wenn man erst einmal eine ganze Weile keine teuren Zigaretten kaufen musste.

Nunja … diese Zeiten scheinen zumindest hier in Spanien vorbei zu sein. Generell ist mir aufgefallen, dass wir ins Deutschland ja immer über die immer härter werdenden Anti-Raucher-Gesetze moppern, aber das ist geradezu lächerlich, wenn man sich das hier mal in Spanien anschaut.

Doch fangen wir mal langsam an. Ich habe auf dem Hinflug hier hin natürlich nur eine einzige Schachtel Kippen mitgenommen, denn man nimmt ja keinen teuer eingekauften Sand mit zum Strand, so dachte ich mir und am ersten und zweiten Tag haben die eigentlich auch ausgereicht. Als wir dann das erste Mal in den hiesigen Supermarkt zum Einkaufen gegangen sind, da ist mir aufgefallen, dass die hier gar keine Kippen in den Regalen hatten und auch an der Kasse waren keine zu sehen. „Hmmm… merkwürdig„, ging es mir durch den Kopf, „… vielleicht ist das ja nur hier bei diesem kleinen Supermarkt so„. Abends sind wir dann mal etwas weiter gegangen und haben einen größeren Supermarkt gefunden, doch auch hier gab es keine Kippen. Ich habe dann mal einfach an der Kasse nachgefragt und dort wurde mir dann gesagt, dass es Zigaretten nur noch in besonderen Tabaco-Shops gibt und der nächste wäre im Nachbarort. Aaaahhhh…but usualy there’s a cigarette-machine in the bars where you also can buy cigarettes„, ergänzte dann die Verkäuferin. Puhhh… Glück gehabt! „Dann werde ich wohl auch so einen Automaten bei uns im Hotel finden„, dachte ich mir und wir schlurften wieder zurück. Im Hotel habe ich dann direkt an der Rezeption gefragt und die sagten mir dann, dass sie keinen Automaten hätten. Aaarrrgh… aber im Nachbarhotel gebe es einen. Ich bin also direkt rüber in das andere Hotel und dort stand auch ein Automat in der Bar. 4,35 Euro sollten 21 Kippen kosten. Ok, ein normaler deutscher Preis, mehr oder minder. Also fix zur Rezeption und Geld gewechselt. Wieder zum Automaten und meine Talers eingeworfen und *plopp* purzelten die wieder direkt unten heraus. Neuer Versuch gestartet und wieder *poff* meine Talers landeten wieder unten in der Geldausgabe. MENNO! Wieder und wieder habe ich es versucht und wieder und wieder kam mein Geld direkt unten an. Ich habe die Taler an der Maschine gerubbelt, wie man das so macht (auch wenn belegt ist, dass das rein gar nichts bringt), habe sie mit viel Schwung eingeworfen, habe sie ganz langsam eingeworfen, aber nichts hat geklappt. Meine Taler wurden einfach nicht angenommen.
Irgendwann kam dann ein Kellner an die Bar in deren Nähe der Automat stand und drückte irgendein Knöpfchen dort und rief mir dann zu „try now„. *zack* diesmal klappte es tatsächlich. Anscheinend müssen hier die Automaten auch noch freigeschaltet werden.
Endlich hatte ich meine Kippen und ich konnte beruhigt (wir Raucher sind da ja sehr angespannt, wenn wir keine Kippen mehr haben) den Tag verbringen.
Abends sind wir dann tatsächlich in den Nachbarort gelaufen und sind da ein wenig bummeln gewesen (natürlich unter anderem um Kippen zu kaufen). Halleluja… was ein Akt! Die haben dort in der Tat nur einen einzigen Tabaco-Shop und der ist auch noch extrem versteckt. Nach einer gefühlten Ewigkeit und nach dem meine Panik langsam mehr und mehr wurde, haben wir ihn dann endlich gefunden. Schnell rein gehuscht und meine Marke gesucht. Huch … 41,- Euro ist jetzt aber wirklich keine Geschenk. Also das mit dem Kippen im Urlaub einkaufen hat sich damit wohl auch erledigt. Naja … habe mich dann erst einmal eingedeckt und kann nun die nächsten Tage entspannter angehen.

Generell scheint es hier mit dem Rauchen echt schwierig geworden zu sein. Man darf an kaum einer Stelle noch rauchen. Nicht an öffentlichen Plätzen (somit also auch nicht am Strand), nicht auf den Straßen und nicht im Hotel. Wobei … die Hotels haben im Regelfall eine Ausnahmegenehmigung und so darf man da meistens rauchen. Aber … es gibt hier kaum Möglichkeiten. Die Aschenbecher kann man wirklich an einer Hand abzählen und mir ist aufgefallen, dass am Pool gar keiner geraucht hat. Schon irgendwie komisch.

Naja … es scheint also wirklich an der Zeit zu sein, das verdammte Rauchen mal langsam dran zu geben.

Was gibt’s denn sonst noch so zu berichten? Hmmm… nicht so viel, wie man es aus den anderen Urlauben gewohnt ist. Wir sind mittlerweile schon vier Tage hier auf der Insel, aber wirklich viel haben wir noch nicht unternommen. Ok… das ist mit der kleinen Maus auch irgendwie etwas anderes und so faulenzt man meistens am Pool rum. Und am Pool waren wir die letzten Tage. Little Princess hat da einen unglaublichen Spaß dran und sie hat wirklich (vermutlich auch durch das Babyschwimmen) überhaupt keine Angst vor dem Wasser. Sie geht ganz mutig und alleine ins Wasser und da der Pool hier ganz flach startet und dann langsam immer tiefer wird, kann sie da problemlos rein laufen. Sie läuft und läuft und wenn es dann auf einmal so tief ist, dass sie nicht mehr stehen kann, dann lässt sie sich halt treiben (mit Schwimmflügelchen an). Ist wirklich schön zu sehen.

Ansonsten geht es ihr immer noch nicht so toll. Sie hat immer noch Durchfall und stellt sich erstaunlicherweise sehr mit dem Essen an. Komisch, denn sonst futtert die eigentlich alles und immer in ausreichenden Mengen. Keine Ahnung was das ist. Vielleicht sind es immer noch die Augenzähne, die gerade kommen, oder es ist die Aufregung und Umstellung oder eine pure Reizüberflutung. Das einzig gute dabei … sie ist weiterhin mopsfidel. Sie lacht, läuft rum und erkundet alles. Folglich kann es noch nicht so wild sein.

Last but not least … ein paar Worte zum Kaffee hier.
Ich habe mich früher immer über die Urlauber geärgert, die nur am Lästern waren über die Qualität des Kaffees. Es ist doch vollkommen normal, dass der eventuell im Urlaub anders schmeckt als daheim, da muss ich doch nicht gleich jammern. Am ersten Tag der Kaffee war natürlich anders, als der daheim, aber man konnte ihn durchaus trinken. Am zweiten Tag war das dann aber ganz anders. Wir haben den Kaffee bekommen und ich hätte ihn fast wieder ausgespuckt. IGITT! Der schmeckte, als hätten sie da Asche mit aufgekocht. So etwas ekeliges habe ich ja noch nie getrunken. Die Kanne stand bei uns auf dem Tisch und selbst das ging nicht, denn es stank erbärmlich. Ich habe dann versucht einen neuen zu bekommen, denn ich dachte, dass das vielleicht der letzte Prött aus der Maschine war, aber irgendwie hat das nicht geklappt. Also gab es am zweiten Tag keinen Kaffee zum Frühstück. Am dritten Tag dann das gleiche Spiel. Er roch zwar nicht mehr so extrem, aber irgendwie hatte man immer noch das Gefühl, dass der nach Asche schmeckt. Also wieder keinen Kaffee getrunken. Am vierten Tag (also heute) wollte ich dann noch einen letzten Versuch starten und hätte mir dann zur Not Nescafe besorgt, aber diesmal war der Kaffee wieder wie am ersten Tag. Er war sicherlich nicht der Hit, aber man konnte ihn immerhin trinken. Ich möchte wirklich mal wissen, was die mit dem Kaffee machen und ich bin schon gespannt, wie der wohl morgen schmeckt.

UPDATE 22:00 Uhr

Also irgendwie scheine ich meine Blogeingträge zeitliche ständig zu früh zu schreiben und daher schiebe ich jetzt mal wieder ein Update ein.
Unsere kleine Maus hat eben ganz alleine von sich gepennt, was ein Zeichen dafür ist, dass sie anscheinend wirklich müde war. Ich lag noch ein wenig am Pool und meine Chefin und die Kleine sind schon mal auf’s Zimmer. Als ich dann später nachgekommen bin, hat die Maus auf der Couch gelegen und gepennt. Meine Chefin meinte nur: „Ich war in der Dusche und die Kleine hat so überall rumgewuselt. Plötzlich wurde es ruhig und so habe ich nachgeschaut… da habe ich sie auf der Couch entdeckt. Sie muss da alleine rauf geklettert sein und ist dann eingepennt.“ Wir haben sie dann noch ein wenig pennen lassen und irgendwann ist sie wach geworden. Soweit eigentlich ganz normal, aber ab diesem Zeitpunkt war sie nur noch zickig und am heulen. Sie ließ sich kaum beruhigen und das war schon sehr außergewöhnlich. Nach einigem hin und her haben wir uns dann dazu entschieden einen Arzt zu konsultieren. An der Rezeption sagte man uns, dass der Arzt zweimal täglich ins Hotel kommt und das er gerade da wäre. Wir haben ihn dann mal bestellt und er hat sich die Maus angeschaut. Er meinte dann, dass das durchaus alles von den Zähnen kommen kann. Er hat sich auch ihren Hals angeschaut und er meinte, dass der leicht rot sei, aber nicht eitrig. Gegen den Durchfall hat er uns dann ein Medikament aufgeschrieben… es könnte wohl eine Magendarmgrippe sein. Insgesamt meinte er aber, dass es soweit nicht weiter wild aussehen würde und die würde auch nicht aussehen, als würde sie zu wenig trinken. Das beruhigt dann doch ungemein.

RANDBEMERKUNG: Hier huschen immer mal wieder so nervige Ameisen über meine Tastatur. Die haben wir mal mehr und mal weniger im Apartment und irgendwie haben die wohl den Weg in mein Netbook gefunden. Argh… ich frage mich, wie ich die da wieder raus bekomme. *narf*

Anyway … wir sind dann nach dem Arztbesuch erst einmal Essen gegangen und da war unsere Maus schon wieder etwas besser drauf. Nachdem wir dann gegessen hatten, sind wir auf’s Zimmer und ich habe Geld geholt. Dann wieder zur Rezeption und dort habe ich dann gefragt wo denn die nächste Apotheke sei. Tja… wir vermutet ist die im Nachbarort, wo ich auch schon den Tabaco-Shop gefunden hatte. Ein Blick zur Uhr hat mir gezeigt, dass wir bereits 20:20 Uhr hatten und so fragte ich an der Rezeption wie lange die Apotheke auf hat. Man sagte mir, dass die dort um 21:00 Uhr schließen. Ohweh … das wird eng, müsste aber eigentlich klappen. Als ich das nicht nur dachte, sondern auch aussprach, da wandte sich der Portier wieder zu mir und sagte dann „ich kann ihnen ja ein Rad leihen, dann schaffen sie das auf jeden Fall… dann sind sie in 5 Minuten da„. WOW! Das ist doch mal ein Service! Also da zeigt sich mal wieder, dass es mehr als sinnvoll ist ein gutes Hotel auszuwählen. Mit dem Rad war ich tatsächlich innerhalb von 5 Minuten an der Apotheke und ruckzuck hatte ich das Medikament. Ebenso schnell war ich wieder im Hotel. Meine Chefin war mit der kleinen Maus bei der Mini-Disco und die kurze hat die ganze Zeit rumgetobt. Also so ganz verstehe ich sie nicht. Naja … dieses Medikament nimmt sie auf jeden Fall und reichlich getrunken hat sie heute auch.

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