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Wieso bin ich eigentlich noch nicht tot?

26. November 2012 Kommentare

Also wenn ich in der Glotze so der einen oder anderen Reportage folge, dann frage ich mich doch wirklich warum ich eigentlich noch nicht längst gestorben bin?

*BINBONG*Schönen guten Tag! Wir kommen von RTL und wir würden gerne mal ein Wattestäbchen in ihre Spüle halten, um zu schauen wie viele Keime da so leben…“ So passiert es immer mal wieder an der deutschen Haustür. Also ich bin mir nicht sicher, ob ich das Kamerateam dann wirklich in mein Haus lassen würde und ich frage mich auch wirklich, was die wohl zu entdecken erwarten. Eine ganz neue Spezies? Das Gegenmittel gegen alle Krankheiten auf der Welt?

Also unsere Küche und unsere Spüle ist sicherlich nicht süffig, aber sie ist hundertprozentig auch nicht steril.

Aus diesem Grund finde ich solche komischen Reportagen auch wirklich ätzend! Jedes Mal wenn ich die sehe, dann geht mir wieder durch den Kopf, was da wohl so alles in der Spüle lebt und wenn ich dann mehr und mehr drüber nachdenke, dann erinnere ich mich daran, dass früher auch nicht alles sterilisiert wurde. Logisch war es sauber, aber es war halt auch nicht klinisch rein. Diese Art der Berichterstattung hat wirklich wieder mal etwas von Panikmache und das geht mir mittlerweile gewaltig auf den Senkel. Ich bin jetzt 40 Lenze und die ganzen komischen Keime und Bakterien, die es in meinem Umfeld gibt, haben mich noch nicht umgebracht und sie werden es bestimmt auch nicht in naher Zukunft machen.

Eher im Gegenteil! Ich bin davon überzeugt, dass unsere Körper umso geschwächter sind, je klinischer wir unsere Umgebung gestalten. Wie soll denn auch ein Körper mit Keimen und Bakterien klarkommen, wenn er das nie gelernt hat? Also ich werde die Bude hier sicherlich auch weiterhin sauber halten, aber diese panische Angst vor Keimen werde ich sicherlich nie haben.

So… ich habe fertig!

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